Alltagsgedöns

Eigentlich- also dieses eigentlich finde ich eigentlich furchtbar, aber es war eigentlich wirklich eigentlich…oder so – also, wie auch immer, ich hatte ursprünglich ein laaaanges, schönes Posting geplant. Leider habe ich vergessen, was ich schreiben wollte, also fällt dieses laaaange schöne Posting flach und ihr müßt euch mit einem normalen Posting zufrieden geben. Es ist zu kalt zum Denken, vielleicht ist es das. Und vor allem ist es zu dunkel zum fotografieren, selbst am hellsten Fenster. Was ich äußerst übel finde.

Ich habe gerade zu wenig Zeit, um stundenlang draußen durch die Natur zu streifen und tolle Fotomotive zu suchen. Mir ist auch permanent kalt und mit Kind geht das sowieso alles nicht. Wenn nicht gerade besondere Wetterbedingungen herrschen, sondern eine trübe graue Einheitsbrühe, dann bleibe ich halt zu Hause. Aber auch da kann ich nicht mehr fotografieren, da es zu dunkel ist. Selbst mit Blitz geht kaum noch was. Die einzige Lösung wäre, das Stativ hervorzukramen und länger zu belichten, was dann auch wieder zu Problemen führen kann. Mal abgesehen davon, daß die Zeit fehlt. Momentan ist die nämlich nicht vorhanden.

Fotografieren ist zur Zeit eher wie eine anspruchslose Kurzmeditation zwischendurch, wenn mir das alles zu viel wird. Das Dumme ist nur, daß auch das Fotografieren drinnen mehr Zeit erfordert, die ich gerade einfach nicht aufbringen kann. Planen, Vorbereiten, Aufbau, Fotografieren, Korrigieren, wieder Fotografieren, Abbau. Wenn nur eine halbe Stunde da ist, kommt nicht viel bei herum.

Nein, ich will nicht über die fehlende Zeit jammern oder mich rechtfertigen, daß die Fotos mies sind. Nein, ich  sehe das Ganzevielmehr als Anstoß, darüber nachzudenken, wie ich zu einer Lösung finden kann. Zunächst brauche ich mehr Licht, was bedeutet: Belichtung muß angeschafft werden, sonst werfe ich alles frustriert in die Ecke. Und ein halbes Jahr alles liegenzulassen, nur weil zu wenig Licht da ist, will ich auch nicht. Das kann ich nach Weihnachten oder so in Angriff nehmen. Bis dahin muß ich eben den Blitz besser einstellen. Was mich aber noch mehr nervt ist diese Kramerei. Ich brauche einen Fotobereich, den ich schnell auf- und abbauen kann. Heute habe ich mich wieder ohne Ende verrenkt, um das Motiv und nicht die häßliche Raufasertapete oder den Eßtisch oder den Fußboden aufs Foto zu kriegen. Das bedeutet, ich brauche einen nicht-häßlichen Hintergrund, vernünftig sortierte, schnell greifbare Accessoires und nach Möglichkeit ein Regal, in das ich alles so einsortieren kann, daß ich nicht jedesmal alles aus der hinterletzten Ecke kramen muß.

Und nachdem ich der Welt diese aufsehenerregenden Neuigkeiten verkündet habe, kann ich ja zum Alltag übergehen und mich fragen, wieso Aufräumen immer so ein Krampf- und Kampfthema darstellen muß? Wieso trödeln mich so nervt? Wieso Widerspruch? Wieso sieht das Kind nicht ein, daß ich immer Recht habe? Wieso die Kämpfe bevor es mir zustimmt? Hach ja, Fragen über Fragen.

Wir sind übrigens am Packen und morgen geht es los zu den Großeltern. Wie sich in den letzten paar Tagen herausgestellt hat, hätte das Timing geschickter sein können, denn eigentlich habe ich gar keine Zeit wegzufahren, aber jetzt ist zu spät, die Termine stehen schon seit Wochen fest.

Und da wir gerade von Timing reden: eigentlich hätte ich jetzt ein Posting darüber schreiben wollen, wie toll so ein Babysitter sein kann, wie unkompliziert alles gelaufen ist und so weiter. Wenn nur nicht der Babysitter gestern abgesagt hätte. Sie hat irgendetwas von „Laternenfest im Kindergarten“ gemurmelt. Ich darf mich darüber aufregen, da sowohl der Termin seit Wochen bekannt war und so ein Laternenfest ja auch nicht vollkommen spontan aus dem Nichts auftaucht, sondern der Termin da ebenfalls Wochen vorher feststeht. *Grummel*

 

 

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Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

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