Schlaflos

Es gibt einen Grund, nein: sogar fünf Gründe,  wieso das Kind bis zehn Uhr schlaflos und hellwach und stolz wie Oscar hier herumgehüpft ist. Uffjerecht ist er, denn morgen ist ja der große Tag, auf den er so lange gewartet hat: er wird groß.

Und es gibt auch einen Grund, wieso ich diese Dinger da oben, die auf dem Foto zu sehen sind, NIE wieder machen werde. Sie sehen zwar sehr nett aus und der Kuchenteig hat auch ursprünglich ganz lecker geschmeckt, aber nach der Verarbeitung habe ich beim Probieren gemerkt, daß ich das lieber sein gelassen hätte, da es ungemein amerikanisch schmeckt. Naja, was solls. Dem Kind wurde ein Wunsch erfüllt und ihm schmeckt es ja auch und hübsch sehen sie außerdem auch noch aus. Die Anleitung für diese Cake Pops, falls sie jemand nachmachen will, gibt es hier. Dazu dann ein guter Tipp von mir: macht den Kuchenteig in dem Fall ohne Zucker. Tut euch den Gefallen.

Ansonsten war das Wochenende recht ereignislos, der Knilch hat gestern den Geburtstag bei seiner Kumpeline gefeiert, die genau ein Jahr jünger geworden ist. Die hatte eigentlich schon am Donnerstag Geburtstag gehabt, was zu dicken Tränen Anlaß gegeben hat. Abends nämlich, als wir vom Zirkus nach Hause gekommen waren, merkte ich an, daß wir noch ein Geschenk besorgen müßten. In dem Moment guckt mich das Kind mit riesengroßen, enttäuschten Augen an, die ersten Tränchen wollten fließen, das Stimmchen zitterte: „Aaber, aa-aber, a-a-aber wir w-w-wollten doch zur H., i-i-ich war doch eingeladen…!“ Zum zehnten Mal an diesem Tage mußte ich ihn daran erinnern, daß die Feier ja nicht am gleichen Tag stattgefunden hat. Aber diese riesige Enttäuschung war wirklich schwer zu ertragen, fand ich. Aber zum Glück gab es ja nicht den geringsten Grund, so enttäuscht zu sein. Ich fand es nur so ungemein niedlich und an solchen Sachen merke ich immer, wie klein und verletzlich er eigentlich doch noch ist, mein Großer.

Kategorie Allgemein

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

4 Kommentare

  1. Pingback: Uffza

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.