Plätzchenbacken

Das Plätzchenbacken war, ganz entgegen meiner Befürchtungen easy-peasy. Den Teig habe ich Freitag gemacht, am Samstag haben wir beide ein wenig herumgematscht bis Kind keine Lust mehr hatte und den Rest habe ich einfach abends fertig gemacht. Jetzt haben wir staubtrockene Vanillekipferl, sehr leckere erdbeergefüllte Linzer Sterne, Nußecken für den Herrn Papa, Schwarzweißgebäck, Schmandplätzchen,  diese leckeren Walnuß-Espresso-Cookies pour moi und noch bessere Mandel-Marzipan-Zimt-Cookies nach dem gleichen Grundrezept (Espresso und Walnüsse wurden gegen Mandeln, Zimt und Marzipan ausgetauscht), die der Sohn theoretisch mitessen könnte, würde er wissen wo ich die versteckt habe und noch mal das gleiche Rezept mit gemahlenen Mandeln, Marzipan und Mohn. Schokoladenplätzchenteig habe ich eingefroren, da ich wirklich keine Lust mehr hatte. Aber so gar nicht mehr. Die ganzen neuen Rezeptheftchen habe ich gar nicht mehr angepackt, auch wenn die Brigitte-Rezepte zu gut aussahen – nach der Erfahrung vom letzten Jahr wollte ich mir das nicht mehr geben. Statt dessen habe ich Mutterns olles, versifftes, verklebtes Backbuch aus den 80er Jahren ausgebuddelt, wo viele schöne Rezepte drin waren. Mit richtigen Mengenangaben, die nicht angepaßt werden mußten und Zuckermengen, die noch zu verantworten sind.

Aber nicht wundern: meine Plätzchenfotos sind aus diesen Gründen echt zutiefst besch…eiden geworden. Die Konzentration fehlt, dafür ist das Gefühl da, daß ständig dringend noch was anderes zu erledigen ist. Ich habe nicht mal gemerkt, daß das Licht, das mein Fotoarrangschemäng (Napoleon war im Rheinland) beleuchtet hat, von vorn kam. Jetzt weiß ich: Frontale Beleuchtung = ist nix. Wieder was gelernt fürs Leben. Immerhin.

Kategorie Allgemein

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

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