Suppiges mit Erbsen

Wenn ich an Erbsensuppe denke, denke ich an meine Ommma. Also, meine Ommma ist nicht so wie Malmsheimer darstellt, aber sie ist die allerbeste Erbsensuppenköchin, die wo gibt. Und sie heißt eben Ommma. Ob es ihr gefällt oder nicht. Punkt. Aber Ommmas Erbsensuppe ist immer ein wenig schwer. Ist eben die ganz klassische Erbsensuppe. Es gibt aber auch andere Varianten und eine davon hat mich heute begeistert. Vor allem, weil man sich nicht mit dem Einweichen der Erbsen abplagen muß, die Suppe eben nicht stundenlang kochen muß und alles auch nicht so fürchterlich schwer ist. Und fleischlos. Und richtig einfach zu kochen.Man nehme…ach, nein, das geht ja gar nicht, weil ich pi mal Daumen gerechnet habe. Ein echtes Rezept ist das nicht. Aber trotzdem: 1 EL Olivenöl wird im Topf heiß gemacht. 1 kleingeschnittene Zwiebel wird dazugeworfen und glasig geröstet. Die Erbsen kommen rein. In diesem Falle keine trockenen, sondern TK-Erbsen. Etwa 200 g pro Person. Ja, ich glaube, das kommt hin. Danach 1 kleine Kartoffel pro Person. Alles zusammen wird weichgekocht. Sobald alles gar ist, kommt der Zauberstab zum Einsatz und matscht alles zu einer dicken, grünen Pampe. Gewürzt wird es mit guter Gemüsebrühe.

Pro Person brauchen wir dann noch 50 g kleingeschnittenen Schafskäse – in diesem Fall wars türkischer Hirtenkäse – und das schaaaf, das es beim Dönermann immer obendrauf gibt. Das schaaaaf heißt eigentlich Pul Biber und wird aus Paprika hergestellt. Das schaaaaaf kommt in eine Pfanne, in der wir vorher 2 EL Olivenöl und 1 TL Butter pro Person heiß gemacht haben – die Butter habe ich wegen des Aussehens reingemacht, sie hat so schöne Bläschen gemacht, das hat Bewegung in die Sache reingebracht…Am Ende kommt die Suppe in einen Teller oder ein Schälchen, der Käse in die Suppe und das Pul Biber über den Käse und ein paar Kräuter obendrauf. Lecker. Und da soll noch jemand sagen, Erbsensuppe ist uncool.

 

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Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

2 Kommentare

    • Winter und Regen und kalt – die Stimmung überträgt sich halt. 😉
      Mir hat es großartig geschmeckt, alleine war die Suppe nicht der Rede wert, aber zusammen mit dem Schafskäse und dem schaaaaaf…hmmm.

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