Helaaauuuu!

Ein kräftiges Helaaau wünsche ich heute!

Nein, ich bin eigentlich kein Karnevalsjeck. Aber da ich nun mal im Rheinland aufgewachsen bin, direkt mitten zwischen zwei Karnevalshochburgen, lassen sich einige Traditionen einfach nicht vermeiden. Und dazu gehören nicht nur Kostüme und Schunkelmusik, Kamelle oder das „Helaaauuuu“ (erfahrene Karnevalisten wissen spätestens seit der Überschrift auch, welcher karnevalistischen Tradition ich näher stehe 😉 ) – sondern auch Karnevalsgebäck. Der Berliner (Berliner Pfannkuchen, Berliner Ballen, Faschingskrapfen, Fasnachtsküchle oder wie auch immer man das bezeichnen mag) ist natürlich ein traditionelles Gebäck. Kennt jeder, die Dinger fluten ja um die Jahreszeit sämtliche Bäckereien. Im Rheinland gibt es noch ein Gebäck, das traditionell zur Karnevalszeit gebacken wird, nämlich die Mutzenmandeln.

Jedes Jahr zur Karnevalszeit hat meine Oma die gebacken und uns tonnenweise mitgegeben. Meine Verbindung ist also: Mutzenmandeln = Karneval. Leider konnte meine Oma mir das Rezept nicht mehr verraten, dabei wollte ich sie immer danach fragen. Auch das Spritzgebäck werde ich wohl nie mehr erfahren.Aber jährlich zur Karnevalszeit habe ich Hunger darauf. Sonst nie. Nur im Februar denke ich plötzlich an Omas Mutzenmandeln, wie doof und langweilig ich sie als Kind  gefunden habe und wie sehr ich sie jetzt vermisse, weil Oma nicht mehr da ist um uns tonnenweise mit diesem Gebäck zu beliefern.

Daher wurden meine Mutzenmandeln, auf die ich jährlich zur Karnevalszeit richtig Hunger habe, auch nicht so lecker. Lange nicht. Aber trotzdem. In diesem Sinne: Helaaaau!

Der Sohn jedenfalls findet die auch so gut. Rezept ist von hier.

So, diesmal mache ich dann auch mit bei Sonntagssüß 🙂

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Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

5 Kommentare

  1. das erinnert mich auch an meine Kindheit und meine Oma. Zur Fasnet gehörte auch unbedingt dieses Schmalzgebäck. Ich habe die Tradition dann noch mit meinen Kindern weitergeführt, doch seit alle aus dem Haus sind, wird leider nicht mehr oft gebacken….
    Liebe Grüße
    Beatrix

  2. Aussehen tun sie wie unsere Prilleken. Prilleken sind einfache Hefeteig-Mini-Kugeln die in heißem Fett ausgebacken werden und anschließend in Zucker heiß gewälzt werden. Sehr sehr lecker und wenn man zuviel davon ißt, dann… na du weißt schon….

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