Pferdemarktgedöns

Das Kind war auf dem Pferdemarkt. Mit mir natürlich. Wir sind über den Pferdemarkt gelaufen, haben uns mit seinen Kindergartenkumpels den Festumzug angeschaut. Ein Crêpe hat er bekommen. Und dann kam es. Er hat sich valiept. Das Angebetete war ein kleines Pony.Wollte er haben. Irgendein Idiot hat ihm verklickert, dass man die Tiere auch kaufen kann. Idiot auch deshalb, weil er es lustig fand, das Kind zu überzeugen, dass es eben doch ginge, nachdem ich gesagt hatte, dass es nicht möglich ist.

Er wollte also ein winzig kleines Pony haben. Eins, mit dem er schmusen kann. Eins, das er im Zimmer in seine Koppel sperren kann. IN seinem Zimmer. Eins, das Muddi 3 Stockwerke die Treppe raufschieben kann. Eins, mit dem er ins Nachbardorf galoppieren kann, das er in den ICE nehmen kann, mit dem anschließend noch ca. 150 km zu Ommma galoppieren kann, wo es auf der Wiese grasen kann. Und wieder 500 km nach Hause galoppieren kann. Eins, das er aus dem kläglichen Münzenvorrat seiner Spardose finanzieren kann. Und überhaupt erst kaufen kann. Eines, mit dem er Gassi gehen kann. Und ein bißchen was essen will er zwischendurch auch.

Ein Pony im Ommmas Garten. Das will ich sehen. Wo die doch so zimperlich mit ihren Rosen ist.

*rofl*

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Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

1 Kommentare

  1. meine tochter ist bekennender pferdefan. sie sagte letztens sogar: ich finde puppen blöd. das stimmt so auch. 🙂 sie spielt nie mit ihren drei puppen. sie hat einen zwillingspuppenwagen, der ist gefüllt mit – ihren pferden. und alle haben sie namen. 🙂 meine tochter ist im ganzen dorf bekannt fürs spazierenfahren ihrer pferde. weil unser garten zu klein ist für ein pferd, darf sie jetzt in die pferde-spielgruppe. das ist ein morgen mit zwergponies, wo sie auch lernen, dass pferde nicht nur zum reiten sind, sondern man auch arbeiten muss. sie liebt es so sehr, dass sue heute den ganzen weg hinauf – ca 500 meter – alleine hochgelaufen ist. und sich auch nicht von einer anderen mutter, deren auto über die entsprechenden einrichtungen für das bergfahren bei schnee verfügte, mitnehmen liess. pferde beflügeln!

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