Fudge

Meine neuentdeckte Begeisterung für Schottland hat mich dazu bewegt, mit der Herstellung von Fudge zu liebäugeln. Den englischprachigen Ländern, die ich im Laufe  der Zeit kennengelernt habe, ist eine Vorliebe für Süßes gemein. Ich meine, nicht umsonst kommt die Zahnfee aus dem britischen/amerikanischen Raum, nicht wahr? Fudge ist dort sehr beliebt, daher dachte ich, dass es ja wohl so schlimm nicht sein könne.

Nun, wie dem auch sei, der Herstellung stand bislang immer ein fehlendes Zuckerthermometer und das fehlende Interesse im Weg. Als ich jedoch letzte Woche in irgendenem Blog auf Easy-Peasy-Fudge gestoßen bin, das man ganz ohne Zuckerthermometer und mit zwei linken Händen hinkriegen sollte, hat es mich dann doch gepackt. Also, Zucker und Butter in den Topf geschmissen, gerührt und gekühlt. Heraus kam das da: 

Nun, was soll ich dazu sagen? Das Zeug ist einfach nur unglaublich…

unglaublich …..

klitschig, süß, zuckrig, fettig, e.kel.haft. Das Schokotopping und das Meersalz habe ich mir gespart, denn das wollte ich nicht auf so etwas verschwenden. Ich glaube jedoch nicht, dass es am Rezept lag, sondern einfach daran, dass meine Geschmacksnerven mit gesagt haben, dass sie das lieber nicht haben wollen.

Vom Aussehen her erinnert es entfernt an das Fudge, das ich aus Schottland und Neuseeland kenne. Ich weiß nur nicht, ob der Geschmack so sein muss oder ob ich beim Zusammerühren Mist gebaut habe. Es ist ein dicker Klumpen Zucker mit Erdnussbuttergeschmack. Der sich außerhalb des Kühlschranks obendrein noch in Wohlgefallen auflöst – was schlecht ist, denn so viel Platz habe ich im Kühlschrank nicht, dass ich es da aufbewahren kann. Oder will. Da ich das Fudge noch nie im Kühlregal entdeckt habe, denke ich, dass da irgendetwas falsch ist. Der Mann hat angesichts meines Urteils mit den Augen gerollt und gesagt, dass ich es mir doch hätte denken können. Das Kind war weniger empfindlich und fand es „legga“.

Also, ich weiß nicht. Es ist nicht meins. Wirklich nicht. Ab in die Tonne damit.

Und warum ich das schreibe? Nun, ich finde, man kann auch ruhig mal die kleinen Mißerfolge aus der Küche dokumentieren, oder etwa nicht?

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Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

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  1. Pingback: Ich konnte es ja nicht lassen…Fudge, 2. Versuch & spanische Paprika dazu

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