Ich konnte es ja nicht lassen…Fudge, 2. Versuch & spanische Paprika dazu

Ich konnte es einfach nicht lassen. Der erste Versuch ist vollkommen daneben gegangen. Na schön. Da mir das ganze Rezept merkwürdig vorkam, die Konsistenz nicht stimmte und ich generell nicht glauben konnte, dass etwas derart Fieses derart beliebt sein kann, habe ich noch ein wenig gegoogelt und ein zweites, deutlich arbeitsintensiveres Rezept rausgekramt.

Ich habe gut eine halbe Stunde am Herd gestanden und die Milch-Zucker-Masse kräftig gerührt. Und gerührt und gerührt und gerührt und im „Honigstadium“ vom Herd genommen, Vanille reingemacht, und gerührt und gerührt. Bis das zähe Zeug, wie im Rezept beschrieben, an Glanz verloren hat.

So ganz habe ich es immer noch nicht getroffen, denn es ließ sich nicht schneiden, sondern bröckelte mir unter dem Messer weg. Das kommt davon, wenn man kein Zuckerthermometer sein Eigen nennen kann. Dafür aber habe ich ganz bröselige Karamellbonbons, die genauso schmecken wie Muh und im Mund zerfließen. Komischerweise ist die Konsitenz ähnlich wie bei den anderen, dieses Krümelige, Kristallisierte ist auch hier vorhanden, doch hier schmilzt außerhalb des Kühlschranks nix, sondern bleibt fest und krümelig. Das Zeug löst sich im Mund auf und wird nicht zu einer schleimigen Pampe. Außerdem sind keine Erdnüsse drin, sondern es schmeckt einfach nur nach Karamell. Zu süß halt, aber zum Kaffee…och, ein Stückchen kann ja nicht schaden… 🙂 Reicht dann aber auch.

„Muh“ Karamellbonbons

  • 300 ml Milch
  • 100 g Butter
  • 350 g Zucker
  • 1 Vanilleschote

Milch, Zucker, Butter in einem großen(!), tiefen Topf auflösen und zum Kochen bringen. Kochen lassen. Und zwar richtig sprudelnd. Der hohe Topf ist notwendig, damit man kräftig rühren kann ohne die ganze Küche und sich selber zu verkleistern. Und rühren bedeutet in dem Fall: 20 Minuten bis die Masse gebräunt ist und eine klebrige, honigartige Konsistenz hat. Das Zuckerthermometer sollte jetzt 100 – 115°C anzeigen oder es sollte sich ein weicher Ball im eiskalten Wasser formen. Bei mir war es ein härterer Ball. Macht aber nichts.

Topf vom Herd nehmen, in eine feuerfeste Schüssel umfüllen, die Vanille hinzugeben und wieder kräftig rühren, ca. 5 Minuten bis die Masse zu einem Ball verklumpt und an Glanz verliert. Erst dann in eine flache Form füllen und auskühlen lassen. Nicht im Kühlschrank!

Empfohlen wurde weiterhin eine Handvoll weiße Schokolade, die man gegen Ende, wenn die Masse schon etwas abgekühlt ist, drunterrührt.

Und damit der Tag nicht zu süß wurde, habe ich zum Ausgleich lecker Paprika zum Mittagessen gemacht 🙂

Die gehen ganz easy-peasy: Bratpaprika (=Pimientos de Padrón) in eine Pfanne mit etwas Olivenöl, braten bis sie gar aussehen und ordenlich grobes Meersalz drüber. Mit Brot servieren, fertig.

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Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

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