Heute

Heute so:

Wie das kam? Nun ganz einfach. Man kombiniere eine Pfütze am Wegesrand mit den Worten „Och, nööö, büdde nich…!“ Und schon passiert das:

Nun, ich bin keine von denen, die ihren Kindern verbieten, dreckig zu werden. Auf jeglichen Spaß beim Spielen zu verzichten, bloß, weils Kind auf die Klamotten aufpassen soll. Aber ich bin auch keine Persil-Mutti, die begeistert jubelt, wenn schon wieder eine frische, saubere und (vielleicht einzige noch heile) Hose nach fünf Minuten Tragen pottdreckig ist.

Insgesamt ein Wochenende, das mich leicht genervt hat. Der Mann ist nicht da, daher konzentriert sich die komplette Aufmerksamkeit des Kindes auf mich. Ich muss ständig zur Verfügung stehen. Mache ich ja auch gerne, aber nach zwei Tagen Dauerlego bin ich dann doch dezent genervt, vor allem, weil jeder andere Vorschlag – außer auf dem Sofa gammeln und lesen – abgeschmettert wurde. Kann sein, dass es an der Erkältung liegt. Zu schade, dass das Kindelein lediglich für zwanzig Minuten bereit war, seine Nase vor die Haustür zu stecken. Ach ne, stimmt ja gar nicht. Heute morgen waren wir draußen. Das Kind war alleine beim Bäcker Brötchen holen. Großer Stolz auf beiden Seiten, aber keine ungetrübte Freude…Dort, so alleine in der Bäckerei, hats Kindelein sehr schnell spitzbekommen, dass Mama und Papa, wenn sie an der Straße warten, nicht kontrollieren können, was das Kind da so alles kauft…

Der Knaller war dann der Spruch heute abend. „Mama, DU solltest hier wirklich aufräumen. Hier [im Wohnzimmer, Anm.d.Verf.] sieht es ja aus wie im Saustall.“ Für den Spruch hätte ich ihm eigentlich den Staubsauger in die Hand drücken sollenmit der Forderung, dass in spätestens 20 Minuten alles blitzeblank ist oder alles in Mülläcken in den Keller räumen sollen. Ja, wer hat denn die Spielzeugkisten ausgeleert?

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Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

2 Kommentare

    • Nein, er hat genau das gekauft, was er sollte. Es war ihm nur nicht genug *grins*
      Das gemeine dabei war, dass er mit einem großen roten Schokoherz aus der Bäckerei kam. Ich dachte, das sei für mich…bis er mich eines Besseren belehrte…Zu seiner Ehrenrettung sei aber gesagt, dass er sehr, sehr schlecht schummeln kann. Er hat mir vorher gesagt, dass er noch ein Geheimnis dazu kaufen würde. Im Grunde war es also offiziell mit meiner Erlaubnis – um drei Ecken. Ich habe es hier nur ein wenig dramatisiert *hüstel*

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