Die Piraten waren los…Arrrgh

Uff.Es ist geschafft: Der Knilch ist sechs. Das wurde gestern auch gebührend gefeiert.

Sechs kleine Piratenlehrlinge wurden eingeladen, die sich hier zuerst einmal an Schorle und Kuchen gestärkt hatten. Da die Mini-Piraten scheinbar wussten, dass auf hoher See Skorbut eine große Gefahr ist, haben sie sich wohlweislich mit Orangenschiffchen, Schokobananenspießchen, Weintrauben und Käsehäppchen die Bäuche gefüllt.

Den Kuchen fanden die komischerweise weniger attraktiv. Und nein, er hat sehr gut geschmeckt, nur waren Käse, Trauben und Orangen irgendwie ansprechender. Selbst meiner, das alte Kuchenmonster, hat lieber Orangen gefuttert. Vielleicht…wahrscheinlich war es die Präsentation?

Danach ging es weiter zur grrroßen Pirrrratenprüfung: Tattoos (die blöden Dinger haben nicht gehalten), Dem Käpt’n auf einem schlingernden Deck das Essen bringen (Eierhindernislauf ohne Ei, dafür mit Grapefruit auf dem Löffen, fanden die blöd), Piratennahkampf (Luftballons kaputttreten, fanden die Mädchen doof, die Jungs klasse), sich mit Vitamin C versorgen (in eine Zitronenscheibe beißen). Als alles bestanden war, ging es auf zur Schatzsuche. ach endlosen Minuten auf hoher See (Rennen durch den Park) wurden das Gold, die Edelsteine und die Perlen gefunden. Daraufhin mussten wir zurück in den heimatlichen Hafen, damit die Piraten ihre Schatzkiste basteln konnten, in denen sie die gefundenen Schätze verstauen konnten.Für die Deko haben sie sich eigentlich nicht sonderlich interessiert, mit Ausnahme vom Glitzerkram. Den haben die Knilche unter sich aufgeteilt und mitgenommen. Und ja, auch Jungs lieben Glitzer: Glitter-Glue und Straßsteine für die Schatzkisten waren der Renner.

Um sechs war der Spuk vorbei, die Piraten müde und sind nach Hause gepilgert. Die betroffenen Eltern waren ebenso platt wie die Kinder. Alle Kinder? Nein, eines nicht. Unseres. Er war so überdreht, dass wir ihn erst um 22 Uhr ins Bett bekommen haben. Am Geburtstag darf er das ruhig. Nur hätte er heute vielleicht etwas länger schlafen sollen, er war ein klein bißchen unerträglich durch zu wennig Schlaf.

Mir ist heute aufgefallen, dass ich wieder mal etwas vergessen habe: Fotos zu machen. Ich habe nur ein paar gemacht, danach habe ich einfach nur den Geburtstag genossen. Schön wars. Riesenchaos, viel lauter und wuseliger als im letzten Jahr. Sechs Kinder sind definitiv die Obergrenze, mehr Kinder hätten keinen Spaß mehr gemacht. So war es genau richtig. Was ich anders machen würde? Weniger Entertainment. Die Kinder waren eigentlich durchaus damit zufrieden, durcheindanderzurennen und ohne Einfluss der Eltern miteinander zu spielen. Ich habe dem Mann vorgeschlagen, im Haus einen Partykeller einzurichten…

 

 

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Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

6 Kommentare

  1. Was für eine grandiose Party! Ich liebe die Orangenschiffchen mit den schwarzen Segeln und der Piratenkuchen sieht fabelhaft aus. Ich hätte ihn nicht verschmäht, daraugf kannst Du wetten. Bei uns waren die Traubenspieße auch als erstes weg. Man könnte den Eindruck bekommen, die Kids bekämen sonst nie Obst. Meines eingeschlossen, versteht sich von selbst.. Und ja: rechtzeitige Planung und frühzeitige Vorbereitung (inlusive einer endlosen Zahl von Listen) ist alles. Dann ist es wirklich relativ entspannt…

    (Glückwunsch, großer Junge!)

    • Komisch, ich hatte doch geantwortet…? Nun, egal. Ja, die Kids fanden es auch klasse. MIr hat die Vorbereitung Spaß gemacht und überhaupt lief alles wie geschmiert. Ich wollte ihm noch einen schönen Geburtstag gönnen, bevor wir wegziehen und er seine Freunde hierlassen muss. Ich denke, das ist gelungen 🙂
      Das einzige, was ich anders machen würde ist, dass ich weniger Programm machen würde. Daran waren die Knilche nicht interessiert.

      • Das ändert sich irgendwann, glaube ich. Wir hätten dieses Jahr noch etwas mehr Programm haben können, in einigen Momenten gab es tatsächlich Anflüge von Langeweile. Das hat mich ein wenig umgeworfen, in den letzten Jahren waren sich die Kids selbst genug und wollten eigentlich am liebsten spielen. Wie weit zieht Ihr eigentlich weg? Werdet Ihr immer noch in der Nähe der gleichen großen Stadt sein?

        (In meinem Mailfach liegt noch eine unbeantwortete Mail von Dir. Asche auf mein Haupt. Bald – versprochen!)

      • Nein, Langeweile kam gar nicht auf. Ich hatte mich aber ganz verschätzt, was diese ganzen Programmpunkte angeht: die Piratenprüfung, die Schatzsuche und die Bastelei haben so viel Zeit verschlungen, dass keine Zeit mehr zum Spielen blieb. Die Prüfung hätte ich mir sparen können. Was mich überrascht hat, war, dass die Knilche sich mit Feuereifer auf die Bastelei gestürzt haben und eifrig gemalt und geklebt haben. Auch die Jungs, die sonst eigentlich weniger Interesse an derartigen Tätigkeiten haben.
        Und was alle lieben: Glitzer und Glimmer. Auch die Jungs *grins*

        Wir bleiben in der Nähe der großen Stadt, der Mann arbeitet ja immer noch da. Allerdings in ein anderes Dorf. Durch die gute Verkehrsanbindung ist das Städtle hier inzwischen unbezahlbar. Da der Mann aber demnächst ICE fahren kann, ist er genauso schnell in der großen Stadt. Außerdem sind das Dorf und die Umgebung einfach hübscher.

        Und das mit der Mail ist schon okay, ich bin ja selber nicht so gut mit emails. Ich fand es nur schrecklich schade, weil ich gehofft hatte, dass du zwischen Hochzeit und Heimreise noch ein wenig Zeit erübrigen konntest. Hach ja…

    • Nun, ich wollte was Besonderes machen. Er ist sechs geworden, was für ihn bedeutet: Er ist groß. Zudem ist es der letzte Geburtstag hier und die letzten par Wochen waren nicht schön, da wir durch die Umzugsvorbereitungen extrem wenig Zeit für ihn hatten. Die Party ist quasi ein Ausgleich gewesen.
      Außerdem kann ich mir nicht auf die Schulter klopfen, denn eigentlich ging alles recht schnell. Ich hatte nur diesmal rechtzeitig an alles gedacht bis auf…das Geschenk!!! Ich habe am Dienstag abend entdecken müssen, dass das Geschenk, das der Knilch bekommen sollte, bei den Großeltern ist. Das hatte ich total vergesen. Zum Glück hatte ich noch zwei Dinosaurier-Bücher, damit ich ihm wenigstens etwas in die Hand drücken konnte. Puh.

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