Es grünt so grün… Grünzeugupdate

 

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Wie ich vor einigen Wochen schon geschrieben habe, versuche ich mich im Pflanzen. Die ganze Zeit, die wir in unserer letzten Wohnung gewohnt haben, hat mir das gefehlt: Ein wenig Grün, ein wenig Gelegenheit, draußen Pflänzchen zu setzen und die frische Luft zu genießen, beim Wachsen der zarten Schößlinge zuzuschauen, die sich nach und nach in prächtige Gewächse verwandeln. Nun, wenigstens hoffe ich das. Die Fensterbank in der Küche, die mir als provisorisches Gewächshaus gedient hat, ist sauber ausgeräumt. Die Pflänzchen wurden in die Wildnis ausgesetzt und müssen jetzt zusehen, dass sie sich durchkämpfen. Eigentlich wollte ich ja auch noch ein paar Wochen warten, nur hat sich Schimmel in den Töpfen breitgemacht. Das muss an der Erde gelegen haben. Ist auch egal, jedenfalls hieß es: Raus oder stirb gleich sofort. Jetzt recken sich die Tomaten langsam, Zentimeter für Zentimeter in die Höhe. Die Zwiebeln und der Knoblauch, die, wie ich gerade gelernt habe, eigentlich nicht unmittelbar zusammen gepflanzt werden sollten, schießen aus dem Boden. Müssen die halt zusehen, dass die sich vertragen. unbenannt-036

Die Erbsen haben angefangen zu ranken, die Maispflanze sprießt und ob der Salat und die Karotten was werden, weiß der Kuckuck. Ist vielleicht noch zu kalt? Ein paar grüne Kräuter – Dill, Petersilie, der obligatorische Basilikum, und noch ein paar mehr – sind gesetzt und sehen kümmerlich aus. Im Gegensatz dazu wuchern die Chilipflanzen oben im Carport, die sich offensichtlich dort pudelwohl fühlen. Der Kohlrabi wartet und als Krönung gibt es Erdbeerspinat, den ich noch säen muss. Zumindest ein bisschen sollte ich doch wohl ernten können, meint ihr nicht?

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Ach ja, an der Johannisbeere sind die ersten zarten Blütenstände zu erahnen und die Himbeere hat sich auch eingelebt. Demnächst pflanze ich noch wohl ein paar Blumen dazwischen, damit ein wenig Farbe reinkommt.

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Der einzige, der das ein klein wenig seltsam findet, ist mein Mann, der der Meinung ist, dass dieses Gemüsezeug im Vorgarten eher… sagen wir mal: unüblich sei.

Und ich weiß, es hört sich nach furchtbar viel an, doch es sind von jedem nur ganz klitzekleine Mengen da: Gerade mal fünf Erbsenpflanzen, drei, vier Salatköpfe… alles bewegt sich in der Größenordnung. Reicht vielleicht nicht, um als Selbstversorger glücklich zu werden, doch es macht mir nun mal Freude 🙂

Übrigens habe ich bisher sieben randvolle 250-Liter-Gartenabfallbeutel zum Häckselplatz gebracht. Nur, um mal eine kleine Vorstellung von der Rosenmenge zu geben.  Sechs 250-Liter-Beutel Rosenschnitt. Nur. Rosen. 250-Liter-Beutel füllen den kompletten Kofferraum aus. Oder entsprechen dreieinhalb Ikea-Taschen. Und einer mit Efeu. Noch einer, dann haben wir es vorerst geschafft. Uff. Für jetzt. Denn die Rosen, die wuchern jetzt natürlich…

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Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

3 Kommentare

  1. Liebe Susan,
    ich finde es ganz toll, so von allem etwas, nicht zu viel, gerade so, dass es dir noch Freude macht. Und dabei verwöhnst du mich noch mit ganz bezaubernden Fotos, Danke!
    Weiterhin viel Freude am Grünzeug,
    moni

  2. Liebe Susan,
    als wir vor zwei Jahren u.a. im Potsdam und dort natürlich auch in Sansoucci waren habe ich mich dort über die gemischte Beetbepflanzung im Schlossgarten gewundert. Denn da wachsen die Gemüsepflanzen und die Blumen um viel Springbrunnen friedlich nebeneinander. Auf meine Nachfrage hin hat mir eine Gärtnerin erklärt, dass das damals so üblich war um die Versorgung zu gewährleisten.
    Du befindest dich also in bester Gesellschaft.

    LG und danke für die tollen zarten Bilder
    Annette

    • Gut, es ist nicht ganz so chaotisch, wie es im Posting klingt. Dass das mal üblich war, wußte ich gar nicht… obwohl, doch, im früheren Wohnort gab es den Pomeranzengarten, der als Duft- und Nutzgarten angelegt war und immer noch so bepflanzt wird. Gemüse gibt es dort zwar nicht, aber viele Kräuter und duftende Blumen.
      Hier war es eher deswegen, weil die Rosenstöcke schon im Garten standen. Die sind schon recht alt und es hätte mir leid getan, die auszugraben. Und plötzlich kamen da eben die Tulpen und die Lilien(?) aus dem Boden geschossen – das Grünzeug wollte ich ebenfalls nicht rauswerfen. Ich wollte aber unbedingt ein wenig Gemüse pflanzen, also habe ich mich ein wenig informiert und z.B. gelesen, dass Knoblauch und Zwiebeln gut zur Rosenbepflanzung passen. Ringelblumen und Kapuzinerkresse sind auch nicht schlecht dafür, da die gegen einige Schädlinge wirksam sind. Ein wenig Farbe wollte ich ja auch haben, nicht nur Rosenstöcke.
      Und Kräuter sind eh nie verkehrt.
      Ist mir auch recht egal, was die Nachbarn sagen, mir gefällt es und ich hoffe auf eine Ernte 🙂

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