Spaß mit Chilis

Zugegeben. Die Ausbeute ist mager. Eine knappe Handvoll Chilis habe ich gestern geerntet, der Rest ist noch lange nicht reif. Ja, nicht mal die Ernte war reif, noch waren sie grün. Eigentlich können sie rot werden. Nur werden sie nicht so schnell reif. Der Sommer vergeht und es wird kühler und kühler. Nun, aber besser als nichts: Immerhin eine Handvoll. Keine sehr scharfen. Jalapeno-Chilis sind es, die das Pflanz-Chaos, das ich im Frühjahr auf der Fensterbank hatte, überlebt haben.

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Wahrscheinlich werden die zarten Pflänzchen demnächst in die warme Stube kommen, denn anders wird das nichts mehr mit dem Chili-Segen. Nicht, dass wenige Früchte auf den Pflanzen wären, das beileibe nicht. (Die Tomaten unten im Garten sind übrigens der Braunfäule zum Opfer gefallen, daher wird es nur noch ein einziges Tomaten-Update geben, nämlich sobald ich den grünen Rest zu Chutney verarbeitet habe…)

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Nun, aber was macht man mit einer Handvoll unreifer Chilis, die man unbedingt ernten musste, weil man sie ernten wollte? Ich habe sie kurzerhand eingemacht. Ging schnell, nichts Besonderes, aber vielversprechend. Ich lasse es noch ein paar Tage durchziehen und hoffe auf Schärfe. Demnächst sollte ich mir aber merken, dass die Zuckerangaben in amerikanischen Rezepten IMMER zu viel sind, selbst wenn es ums Einlegen in Essig geht.

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Also, hier kurz das Rezept:

  • 1 gute Handvoll Jalapeno-Chilis oder eine andere Sorte, ich hatte ca. 200 g, aber für das Rezept kann man auch gut bis zu 350 g verwenden
  • 1 Tasse Essig
  • 1 Tasse Wasser
  • 4 EL Zucker (zu viel, 3 El reichen)
  • 2 TL Salz
  • 2 Knoblauch-Zehen

Im Grunde macht man nichts anderes als die Jalapenos und die Knoblauchzehen in Scheiben zu schneiden, während man die restlichen Zutaten in einem Topf erwärmt bis sich der Zucker ganz aufgelöst hat. Die Chilis und den Knoblauch hinzufügen und weitere 10-15 Minuten köcheln lassen. Wenn man vorhat, das Ganze einzumachen, dann ein Einmachglas vorher im Ofen sterilisieren, sonst einfach in ein Glas füllen und ab in den Kühlschrank. Nach ein paar Tagen, wenn die Mischung durchgezogen ist, kann gegessen werden. Ich hätte auch noch mit Kräutern oder ähnlichem experimentieren können, allerdings hatte ich keine 🙂

Kategorie Allgemein

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

3 Kommentare

  1. Liebe Susann,
    ich habe grade über meinen reader noch Deinen Abschiedspost bei delighted gelesen. Leider scheint er dort wieder gelöscht worden zu sein, deshalb jetzt der Kommentar hier:
    Ich finde es schade, dass ihr eure gemeinsame Arbeit beendet habt. Ich komme zwar zur Zeit überhaupt nicht mehr zum Fotografieren, aber Eure Posts waren doch immer wieder eine willkommene Anregung.
    Ich werde Deine Arbeit hier weiterhin verfolgen.

    • Augen | Blicke

      Hallo Sigrid,
      ja, mir hat es auch leid getan, aber es passte einfach nicht mehr. Ist mir ehrlich gesagt auch recht unverständlich, wieso das Posting gelöscht wurde, ich wollte nicht einfach so sang- und klanglos verschwinden. Naja, ist halt so…
      Ich freue mich immer über Besuch, auch wenn ich nicht ganz so intensiv über Fotografie schreiben werde wie bei Delighted.

  2. Liebe Susan,
    ich liebe Chilis, je schärfer je lieber.
    Dein Photosession mit den kleinen Scharfen ist ganz wunderbar geworden!
    Lieben Gruss
    moni

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