Käsestillleben

Ein kleines Käsestilleben ist entstanden. Da es mir definitiv noch zu früh für gebackenen Käse ist, den ich eigentlich ablichten wollte, den ich aber nicht alleine essen kann und will und das Kind keine komischen Sachen wie gebackene Feigen im Traubenjus mit Thymian oder so im Camembert haben will, muss ich halt erst einmal so mit dem Käse vorlieb nehmen: Als Stilleben. Sieht ja auch ganz hübsch aus.

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Ist ja alles sehr nett, insgesamt gefällt mir das Bild auch. Nur ich schrieb ja schon einmal, dass man mit zunehmender Erfahrung pingeliger wird. Zu meinem Leidwesen sind mir auch hier Dinge aufgefallen, die mir nicht gefallen und die die Agentur auch nicht mögen wird. Zum Beispiel, dass der Käse schief angeschnitten ist. Hat es jemand gesehen? Auf einem anderen Foto hatten die Trauben plötzlich Dellen, die vorher unter Garantie nicht dagewesen sind. Ich predige hier und erzähle aller Welt, dass man aufpassen muss, nur selber  scheine ich es nicht hinzukriegen. Kennt jemand das Sprichwort „Do as I say, not as I do!“ (=Mach, was ich sage, nicht was ich selber tue)?

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Das geht mir nicht nur so, wenn ich über Fotografie schreibe, sondern läuft natürlich auch im echten Leben manchmal ganz anders als ich mir gedacht hatte. So habe ich hier, seit sich Tati bei uns eingenistet hat, gleich zwei Leute, die mit Lichtschaltern nichts anzufangen wissen. Das heißt, eigentlich schon, aber nur in die eine Richtung. Mein Standard-Spruch, den ich ca. 50-mal am Tag wiederhole ist: „Man kann das Licht auch ausmachen.“ Natürlich macht keiner, was ich sage. Da werden nur die Augen gerollt über soviel geballte kleinbürgerliche Spießigkeit und fröhlich das weitergemacht, was man so gerade macht, während ich mich hier 50-mal am Tag der Faszination „Lichtschalter“ fröne, damit wir hier nicht Tag und Nacht in allen Räumen die Festbeleuchtung anhaben. Aber WEHE! ich vergesse selbst mal, das Licht auszumachen, was in dem einen Badezimmer, wo der Lichtschalter sehr ungünstig hinter der Tür angebracht wurde, durchaus vorkommen kann. Dann kriege ich diesen absolut dämlichen Spruch an die Backe geknallt: „Man kann das Licht auch wieder ausmachen…!

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Also, übertragen auf die Fotografie heißt das: Man kann auch vorher gucken, was da auf dem Foto alles an unerwünschten Dingen am Setup dranpappt. Das weiß ich.

So, jetzt habe ich, passend zu den Bildern und zum Thema, eine Menge Käse verzapft, während ich darauf warte, dass die aktuellen Bilder quälend langsam zur Agentur hochgeladen werden… 🙂

 

Kategorie Allgemein, Fotografie

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

2 Kommentare

  1. Nächstes Mal verschiebst du solche Aktionen auf einen Dienstag, dann komm ich. Wir fotografieren und essen hinterher die Leckereien….

    LG
    Annette

    Der Käse ist klasse geworden und immer dran denken, die Natur ist Natur!

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