Last-Minute-Basteltipp: Schnelles DIY-Adventsgesteck

Weihnachten kommt ja bekanntlich jedes Jahr ganz furchtbar plötzlich: kaum paddelt man noch im Freibad herum und schleckt sein Eis, schon wird es Winter, der Schnee fällt und die alljährliche Weihnachtsdeko muss hervorgekramt werden. Und wie konnte das überhaupt passieren, dass schon übermorgen der erste Dezember und der erste Advent ist?

Advent ist hier jedenfalls das Stichwort. Ich mag die Adventskränze nicht, die man so kaufen kann. Die meisten sind scheußlich. Gerade diese wunderbaren, etwas mikrigen Tannengestecke, die im Supermarkt und Baumarkt zum Sonderpreis angeboten werden, sind… lassen wir das. Also, mir gefallen sie nicht. Ich will keine Tannennadeln hier haben, ich will keine Schleifchen und Rüschen und Engelchen und niedlichen Weihnachtsmännchen. Gold und Silber, ja. Niedliche Weihnachtsfigürchen? Nein. Wenn ich nicht Unmengen an Geld ausgeben will, um einen richtig schönen Adventskranz, bzw. Andventsgesteck zu bekommen, muss ich es halt selber machen. Zu diesem Zweck habe ich – Alle Jahre wieder – ein Dingsda, das ich jedes Jahr unterschiedlich schmücke. Da wir aber dieses Jahr drei Stockwerke haben, dachte ich, dass es doch nett wäre, oben im Wohnzimmer und unten in der Küche ein Gesteck zu haben. Ich wollte aber nichts kaufen, denn hier im Dörfleist nix Vernünftiges zu kriegen und extra für so was in die nächste Stadt zu fahren… nun, dazu habe ich auch keine Lust.

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Warmes Licht im kalten Winter 🙂

Ich habe ein paar Ideen gesammelt und schließlich etwas gefunden, das sich schnell, günstig und kindertauglich nachmachen lässt. Man nehme: Vier (sehr dünnwandige) Plastikflaschen, schneide die in der Mitte durch und fülle die mit Zement / Gips/ Fugenmörtel (was eben da ist) auf. Direkt nach dem Einfüllen der Masse ein paar Mal hart auf den Tisch klopfen, damit keine Luftlöcher eingeschlossen werden. Nun brauchen wir noch eine kleine Mulde für die Kerzen. Ich habe einfache Teelichte genommen und die in den feuchten Mörtel gepresst. Da ich ungeduldig bin und direkt weggegangen bin, sind mir die Teelichte im Mörtel eingetrocknet. Eigentlich sollte man sie, sobald die Masse fest wird, vorsichtig im Kreis bewegen, so dass man sie später auch leicht entfernen kann.

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Ein, zwei Stunden stehen lassen, die Form, d.h. Flasche entfernen und noch länger ganz durchtrocknen lassen. Nun nach Belieben verzieren. Ich habe einfaches Schlagmetall verwendet, das ich auf der Oberseite angebracht habe. In dem Fall am Ende muss ich das noch mit Lack versiegeln.

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… und hier noch mal in hell.

Schön ist vielleicht anders, aber dem Kind hat es Spaß gemacht, mit dem Mörtel zu basteln. Für mich Bastellegasthenikerin war das genau das Richtige und um ganz ehrlich zu sein, finde ich das Ergebnis recht hübsch.

Kategorie Weihnachten

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

5 Kommentare

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  4. Sieht klasse aus, ich geh jetzt dann gleich und such mein Adventstablettunterteil zu mehr reicht es nicht. Morgen ist in Sindelfingen im Stiftsgymnasium Weihnachtsmarkt und da wir dort zwei Kinder haben….
    Dann eine Runde verwöhnen lassen bei Oma und Opa und am Montag, ja da dekoriere ich dann richtig. Mal sehn vielleicht setze ich deine Idee auch noch um, wobei mit Schlagmetall hab ich noch nie gearbeitet.

    LG
    Annette

    • Nun ja, ich kann mich immer noch damit rausreden, dass es ja für die Agentur ist und so weiter… 😉 Aber es ging wirklich richtig schnell. Der Knilch fand es toll, die Flaschen zu zerschneiden und die Pampe anzurühren. Das „Vergolden“ habe ich auch zwischendurch gemacht, allerdings werde ich so schnell nicht wieder damit arbeiten, da ich zwei linke Hände habe, was Basteleien angeht, es ist reichlich zerknittert, das sieht man auf den Fotos gar nicht. Eigentlich ist es ganz einfach, da du nur Kleber auf die Fläche auftragen musst und danach das Metall drauflegst, das Knifflige ist, dass das Metall so dünn ist.
      Sonst habe ich hier auch noch keine Weihnachtsdeko. Morgen werde ich mir ein paar Kleinigkeiten überlegen, aber das wird es auch schon gewesen sein. Wie gesagt, ist auch geeignet als „Kinderbastelei-Geschenk für Oma und Tante“ 😉

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