Mein Foto der Woche

Die Shootingqueens fragen nach dem Foto der Woche. Aber gerne 🙂

Mein Foto der Woche ist dieses hier:

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Ich mag es deshalb, weil es aus einer „Scheiß-auf-die-Agentur“-Stimmung heraus entstanden ist. Weil ich es so und nicht anders machen wollte, ohne Rücksicht auf Animositäten beim Bildredakteur. Die Woche war nicht wirklich großartig. Eine Absage auf ein Projekt, für das ich mich beworben hatte, der baldige Geburtstag, dazu das Gefühl, dass ich nichts erfolgreich auf die Reihe bekomme, nicht mal hier – Hey, will wirklich niemand ein, zwei Wörter schreiben und das Buch gewinnen?  Und sei es, um mir einen Gefallen zu tun und so zu tun, als würde es irgendjemanden interessieren, was ich hier schreibe? –  und als Tüpfelchen auf dem „i“ der winzigkleine Autounfall, der so ideal vor Weihnachten stattgefunden hat und ein überraschend tiefes Loch in die Kasse reißt. Da werden noch viele Bildverkäufe gebraucht, bis ich das abgestottert habe. Echt jetzt: Ich trauere den Zeiten nach, als Stoßstangen noch unlackiert waren und Stöße aufgefangen haben statt einfach nur teure Plastikdeko am Auto zu sein. Das vorherrschende Gefühl der Woche war bei mir „Nicht so toll“. Keine Katastrophenstimmung, keine Depression, bei Weitem nicht. Eher ein wenig Frust, das ist alles. Eigentlich ist nämlich die vorherrschende Stimmung bei mir eine Art Aufbruch-Stimmung mit kleinen, gefrusteten Ausreißern nach unten. Wie diese Woche. Wird echt langsam Zeit für ein wenig Weihnachts-Heititei und -Trallala.

Und aus der Stimmung heraus ist das Foto entstanden. Ich bin bei der Rückkehr von der Autowerkstatt in die neblige Landschaft gefahren und habe einfach nur mal wieder fotografiert mit der festen Absicht, kein einziges davon der Agentur zu überlassen. Alle für mich. Aus der Reihe gefiel mir dieses am besten. Es sieht aus, als hätte die Sonne geschienen, denn eigentlich war es trüb-grau, frostig und langweilig. Eher so:

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Kategorie Allgemein

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

2 Kommentare

  1. Wunderschön eingefangen! Ich genieße es inzwischen auch sehr, wenn ich mal ohne irgendeine Agentur oder dergleichen im Kopf durch die Gegend ziehe und für mich Fotos mache. Kommt nur leider gerade viel zu selten vor.

    • Ja, ich nehme mir auch viel zu selten die Zeit dazu. Ich freue mich daher schon richtig auf euer Städte-Projekt, einfach weil es mal was total anderes ist und ich mir bis jetzt nie die Zeit genommen habe, das Städtchen zu fotografieren.

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