Projekt 365 – Aus der Bahn

Schubkarre

Nein, nicht das Projekt ist aus der Bahn, ich bin es. Ein wenig. Es läuft alles nicht so, wie ich es gerne hätte und es ist so unendlich schwer, mich ständig aufzuraffen und zu motivieren, weiterzumachen. Wozu auch?

Eigentlich hatte ich ja ein gaaaaaanz langes Blogposting vorbereitet, doch wie es halt so ist: Es ist negativ. Es ist jammerig. Und heutzutage jammern wir nicht, wir sind nicht negativ, das will keiner lesen. Frei nach dem Motto Happy-go-lucky und so weiter. Also habe ich alles wieder in die Tonne gekloppt und bin weiterhin ganz im Geheimen unzufrieden. Kann auch sein, dass das Posting hier in einer halben Stunde oder so verschwinden wird…

Ich denke, ich werde die nächsten Wochen einfach mal eine Auszeit nehmen – also, nicht hier im Blog oder so, sondern fotografisch. Es macht ohnehin keinen Unterschied, ob ich viel oder wenig fotografiere. Ich werde die Zeit dafür nutzen, mich selber mehr zu organisieren, mir (schon wieder! *stööööhn*) zu überlegen, wo ich überhaupt hin will, was ich ändern muss und mir neue Ideen holen. Einen Schlachtplan für das Jahr sozusagen. Ich fürchte, jetzt wird es Leute geben, die sich in ihrer Ansicht über mich bestätigt fühlen: Nämlich, dass ich nix auf die Reihe kriege. Nun ja, sollen sie mal. Das juckt mich eigentlich auch nicht weiter. Viel schlimmer ist es, dass ich das selber über mich denke. Nicht gut. Ich arbeite daran…

 

Kategorie Allgemein

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

3 Kommentare

  1. Pingback: Zwischen Organisation und Chaos | Augen | Blicke | Blog

  2. Hi Susan, ich musste trotz der bedrückten Stimmung deines Posts schmunzeln als ich las „und bin im Geheimen unzufrieden“. Wem geht das nicht so, ab und an? Und ja, es stimmt, heutzutage ist „Coolness“ angesagt, es ist nicht „gesellschaftsfähig“ seinen Unmut auch mal öffentlich kundzutun. Aber wenn es trotzdem einer tut, sitzt manch ein Leser vor seinem Bildschirm und nickt verständnisvoll. 😉
    LG Nora

    • 🙂 danke für die aufbauenden Worte. ja, aber als ich das hier geschrieben habe, war ich dabei, im Selbstmitleid zu zerfließen und das will nun wirklich keiner hören. ich brauche ein wenig Abstand, Zeit zum Nachdenken und Sonne. Ich vermute auch, dass dieses grausliche Wetter meine Stimmung erheblich beeinflusst hat.

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