Das leidige Thema Küchengeräte

Heute mal ein Posting ohne Bild: Immer wieder in regelmäßigen Abständen ärgere ich mich über meine Küchengeräte. Sei es der Häcksler, der nicht wirklich froh und muter alles kleinhäckselt, was ihm unter die Messer kommt, sondern ein grobes Geschnetzel verursacht. Sei es der feine Reibeeinsatz, der eher nicht alles kleinreibt, sondern die Teilchen in unzugängliche Ecken verteilt. Sei es der Smoothie-Maker (fragt bitte nicht, woher ich das Ding habe!), der nicht imstande ist, die Bananenteile zu zerfetzen und einen hübsch gleichmäßigen Smoothie zu machen. Sei es der elektrische Schneebesen, der kläglich ächzend durch den Teig pflügt, weil ihm mal wieder alles zuviel wird. Wie dem auch sei, zusammenfassend taugen die Teile alle nicht viel. Einiges habe ich aus Australien mitgebracht, wo mir Kompaktheit wichter war als exzellente Qualität: Ich wollte kein teures Teil zurücklassen aber auch kein riesiges mit mir nach Hause bringen. Als Ergebnis dieser Politik ärgere ich mich seit gut vier Jahren über eine halbgut funktionierende Küchenmaschine, die zu gut ist, um rausgeschmissen zu werden aber zu mies ist, um sie gerne einzusetzen. Der Schneebesen ist aus den Jungesellenzeiten meines Mannes. Das Teil, das wir zur Hochzeit geschenkt bekommen haben und das ich meinen Eltern mit der Bitte um Umtausch zurückgegeben habe, da es beschädigt war, ist im elterlichen Nirvana verschwunden. Statt dessen haben wir von meinen Eltern diesen komplett unsinnigen Smoothie-Maker bekommen. Naja, kein guter Tausch, aber ich will mich nicht beschweren, ich bin nicht undankbar, nur irritiert.

Ich habe bislang auch Geduld bewiesen, da mir unzählige Küchenmaschinen versprochen wurden – die von meiner Oma sollte ich z.B. bekommen. Ich kriege sie aber nicht, weil mein Bruder sie nötiger braucht und als Noch-Student deutlich weniger Geld hat. Okay, ist mir recht. Eine sollte ich bekommen, die bei einem Umzug nicht mitkommen könne, da europäische und amerikanische Spannungen vorherrschen. Nach vier Jahren habe ich es aufgegeben, darauf zu warten. Jetzt ist meine kleine Kaffeemühle, die ich dringend brauche, geschrottet. Aus unbekanntem Grunde. Als ich zu meiner Oma gefahren bin und sie vorher noch in Gebrauch war, war sie in Ordnung, als ich zurückgekommen bin, war sie exekutiert.

Mir ist dadurch endgültig der Geduldsfaden gerissen. Ich werde nun diese ganzen bescheuerten, halb funktionierenden Küchengeräte gegen ein einziges austauschen, das dafür funktioniert. Und zwar für die nächsten zehn Jahre. Die Kenwood, die ich bestellt hatte, dürfte das Rennen um den Platz an der Sonne – oh, Pardon, natürlich muss es heißen: in der Küche – nicht machen. So ein Gerät hatte ich schon mal: Superstarker Motor, der zu Begeisterungsstürmen hinreißt, dafür billigste Plastikteile an den belasteten Stellen, die schnell kaputt gehen. Stinken tut sie auch noch. Die geht sofort wieder dorthin retour, wo sie hergekommen ist.

Aber welche soll es dann werden? Ich kann kaum glauben, dass es zwischen den absoluten High-End-Geräten, die für mich einfach zu teuer sind und den unteren Preisklassen nichts geben soll, das stabil und auch alltagstauglich ist und einfach seine Arbeit macht. Habt ihr einen Rat? Welche Küchenmaschine benutzt ihr? Was könnt ihr empfehlen?

Kategorie Allgemein

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

2 Kommentare

  1. Also erstmal gute Besserung deinen Kranken und hoffentlich geht der Kelch an dir vorbei…;-)
    Ich selbst habe nur einen Krups-Mixer, der püriert entweder als Stab oder auch als Standmixer. Zum sonstigen Rühren etc. haben wir nur einen normalen elektr. Handrührer. Also nicht das Gelbe vom Ei… Ich hatte mir überlegt, eine Kitchenaid anzuschaffen (http://pagewizz.com/warum-lohnt-sich-eine-kitchenaid-kuchenmaschine-29349/)- in der einfachsten Variante bekommt man sie um die 350 € glaub ich. Natürlich immer noch viel Geld. Habe aber auch keine richtige Idee. Vor allem platzsparend sollte sie sein. Unsere Arbeitsfläche in der Küche ist mini…:-(
    LG Nora

    • Zum Glück habe ich das Problem mit der Küche nicht mehr, das war in der alten Wohnung ein Alptraum. Aber mich nerven die vielen Geräte, die ich zwar wirklich nutze, aber die alle nicht richtig funktionieren, Platz wegnehmen und überhaupt. Ich mache ja manchmal richtig exostisches Zeug und wollte daher ein Gerät, das Vieles kann: Mixen von Teig, Schnibbeln, Pürieren und, was mir ganz wichtig ist, ein Häcksler, der vernünftig alles klein macht, was ich reinwerfe. Und ich fürchte, cih werde um eine Kitchenaid oder irgendetwas in der Größenordnung nicht herumkommen, wenn ich nicht alle drei Jahre Geld für eine Küchenmaschine ausgeben will. *seufz* und das, wo ich doch so ungern Geld für so was ausgebe 😉

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