Kokoskuchen

Kuchen. Aus irgendeinem Grund war mir gestern danach, Kuchen zu backen. Mit Kokos. Und nein, es hatte keiner Geburtstag. Ich wollte ausprobieren, ob der so genannte „Impossible Pie“ wirklich funktioniert. Es hätte ein Kuchen herauskommen sollen, der trotz Durchmengens aus drei Schichten besteht: Ein Boden, dazwischen eine Art Puddingschicht und obendrauf die Kokosschicht. Ich weiß nicht, was ich da falsch gemacht habe, es hat jedenfalls nicht funktioniert. Das einzige, was ich am Ende hatte war ein stinklangweilig schmeckender Kokoskuchen, an dem nichts, aber auch wirklich gar nichts, interessant war.

Um den aufzumotzen, dachte ich mir, dass ich daraus ein oder zwei Minitorten mache. Streng für Fotozwecke selbstverständlich. Gedacht, getan. Heute morgen habe ich die Buttercreme zusammengerührt, mit Mühe den Pamps auf den Kuchen geschmiert. Es sieht kein bisschen perfekt aus. Eher im Gegenteil. Stümperhaft, als hätte ich das noch nie vorher probiert. Aber Halt. Stimmt. Ich habe es noch nie vorher probiert, eine hübsche Torte zu machen. Gut, die Buttercreme war etwas zu fest, es hätte mehr Milch hineingehört. Und ich hätte vielleicht eher einen Kuchenspachtel als ein Buttermesser nehmen sollen. Hatte ich aber beides nicht, also musste es so gehen.

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Also, mit den Bildern bin ich trotz allem zufrieden. Nicht perfekt, eher sehen die Kuchen so aus wie sie bei jedem anderen Nicht-Profi ausgesehen hätten. Der Vollständigkeit halber habe ich das Thema Geburtstag noch mitgenommen, indem ich eine Kerze reingesteckt habe. Das ist alles. Keiner hat Geburtstag. Es war nur Fotothema.

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Der Wermutstropfen ist nur leider, dass der Kuchen jetzt nicht nur langweilig schmeckt, sondern komplett ungenießbar ist. Beim Probieren hätte ich das Zeug fast wieder ausgespuckt. Bäh. Buttercreme ist nicht mein Fall. Normalerweise kann man mein Fotofood hinterher noch essen oder trinken. Das hier ist die berühmte Ausnahme von der Regel, wenn auch eher unabsichtlich. Schade eigentlich. Lektion gelernt, ich lasse von einer Karriere als Kuchendesignerin ab.

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Kategorie Allgemein

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

4 Kommentare

  1. Die Stimmung auf deinen Bildern finde ich toll mit diesen Grautönen, mir knurrt der Magen wenn ich sie sehe, schade das er dir nicht geschmeckt hat, ich liebe Buttercreme Torte !

    Hab ein schönes Wochenende,
    Patricia

  2. Das hochformatige Foto mit der Wunderkerze finde ich farblich sehr schön, weil es so viele verschiedene Weißtöne zeigt. Der Kuchen an sich sieht wirklich etwas undefinierbar aus, aber wenn du das Arrangement beibehältst und nur noch mal ein anderes Kuchenstück servieren würdest, könnte das Bild ganz schön werden. Es ist noch keine Konditorin vom Himmel gefallen, also gib dir doch noch mal eine Chance.

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