Der Ausflug in die große Stadt

Ich hatte ja geschrieben, dass ich enttäuscht war, dass das Wetter in den freien Tagen nicht mitgespielt hat. Aus irgendeinem Grunde habe ich ein ganz starkes Bedürfnis nach Tapetenwechsel. Ich will raus, mal was anderes sehen! Wie jedes Jahr um diese Zeit eigentlich.

Nun. Gestern war das Wetter schön. Sonne satt, nicht ganz warm… soll ich? Ja, ich bin doch spontan losgefahren, bzw. habe mir Samstag gesagt, dass es die Chance sein könnte, falls die Wettervorhersage recht haben sollte. Sonntag ist nicht ideal, da die Geschäfte alle zu sind (war vielleicht doch besser so) und die Touristenmassen durch die Straßen Straßburgs gedrängt haben (was zum Kuckuck machen die da alle?). Große Stadt, wie in der Überschrift angedeutet, ist etwas übertrieben, gebe ich ja selber gerne zu.

Gestern abend war ich allerdings so müde, dass mir im Stehen fast die Augen zugefallen sind, obwohl ich doch eigentlich noch posten wollte. Nachdem ich um halb sieben aus dem Bett gehüpft bin, eineinhalb Stunden gefahren bin, bis nachmittags um drei in der Stadt herumgelatscht bin und mich dann vom Navi stundenlang an der Nase habe führen lassen, war es aber kein Wunder, dass ich nichts mehr hinbekommen habe. Die Stadtrundfahrten, die ich durch eine fehlerhafte Einstellung im Navi mitgemacht habe, hätten jetzt nicht sein müssen – es hat über eine Stunde gedauert, bis ich bemerkt habe, dass ich irgendeinen Knotenpunkt in der Stadt festgelegt habe, zu dem das Navi mich immer wieder zurückleiten wollte, was aber nicht ging, da ich immer wieder in den Einbahnstraßen verloren gegangen bin. Ich wußte nicht, dass eine Neuberechnung nicht reichte, sondern dass ich diesen Knotenpunkt oder wie auch immer der genannt wurde, explizit löschen muss. Und bis ich das gefunden hatte… nun selbst schuld, da ich zu geizig war, mir das kostenpflichtige Navi-System aufs Smartphone zu laden… (Meine Güte, sind die Dinger praktisch! Hätte ich das gewußt, hätte ich schon längst eins gehabt!). Um es zusammenzufassen: Es war richtig schön :-), trotz der Stadtrundfahrt.

Es war übrigens das allerallererste Mal, dass ich alleine so einen Ausflug unternommen habe. Früher habe ich Freundinnen mitgeschleppt, dann meinen Mann. Ich war zwar schon alleine im Urlaub, aber habe es noch nie geschafft, einen Ausflug alleine zu machen. Eine echte Premiere sozusagen. Aber ich gebe zu: Es ist schöner, wenn man so etwas miteinander teilen kann.

Einen Wermutstropfen gab es: Nur 50mm in der Stadt ist keine ganz so großartige Idee. Man sagt ja immer, dass man dann halt ein paar Schritte zurücktreten sollte, wenn es mit der Festbrennweite so nicht klappt, aber in engen Gassen ist dieser Tipp eher semioptional. Ich habe mich nach einer weitwinkligeren Brennweite gesehnt und sollte das definitiv, trotz schwabisierter Hausfrauen-Seele, endlich in Angriff nehmen, damit ich im diesjährigen Urlaub nicht verzweifle. Mein Weitwinkel geht auf der Vollformat gar nicht mehr. Das 24-70mm Zoom, das ich eigentlich immer als ganz knackig empfunden habe, ist ebenfalls nichts für Vollformat. Als Ersatz habe ich die ganz klassischen 35mm ins Auge gefasst. Aber… ich kann mich wieder mal nicht entscheiden.

 

Kategorie Allgemein, Landschaft & Reise

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

1 Kommentare

  1. Hallo Susan,

    es sind doch sehr schöne Sachen dabei rausgekommen – und ich mag deine Collage total! Ich kenne die Stadt zwar ganz gut, war aber auch meistens Beifahrerin. Nach solchen Fototouren oder auch überhaupt Städtetouren bin ich abends auch immer tot!

    LG Nora

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