Tipp: Fernbedienungs-App für die Spiegelreflex

Eine Fernbedienung für die Spiegelreflex ist wirklich eines der Zubehörteile, auf die ich keinesfalls verzichten möchte. Gerade wenn etwas schlechtere Lichtverhältnisse vorherrschen und die Belichtungszeit länger wird, kann es bei manueller Auslösung auf dem Stativ zu Verwacklungen kommen, einfach weil beim Druck auf den Auslöser leichte Bewegungen unvermeidlich sind. Da wir hier auch noch einen alten Dielenboden haben, der knarzt und knackt und vor allem schwingt, kann es manchmal vorkommen, dass sich das ganze Setup bewegt, wenn ich zwischen Kamera und Set hin- und herlaufe, um nach dem Herumrücken zu fotografieren. Ich habe normalerweise einen kleinen, einfachen Fernauslöser direkt am Kameragurt befestigt. Doch ist dort manchmal die Batterie leer oder ich finde das verflixte Ding nicht, weil ich nach getaner Arbeit mal wieder vergessen habe, es zurückzuklipsen. Wenn es dann auch noch schnell gehen muss, verzichte ich darauf, ihn zu suchen. Oder ich habe ihn unterwegs nicht dabei, da kann es auch manchmal vorkommen, dass ich den Fernauslöser brauche. Klar, den Selbstauslöser kann ich benutzen, aber manchmal will ich nicht so lange warten oder die Zeit ist zu knapp.

Lösung: Smartphone. Wieder einmal: Ich weiß gar nicht, wie ich so lange ohne so ein Ding ausgekommen bin. Ich, die ich Smartphones immer hochnäsig naserümpfend als „überflüssiges Spielzeug“ und “ nutzloses Zeitverbringdings“ bezeichnet habe. Da die meisten Smartphones heutzutage scheinbar mit Infrarot ausgestattet sind, gibt es einfache Apps, die die Kamera auslösen. Easy-peasy. Die App, die ich gefunden habe,ist wirklich sehr, sehr einfach. Und sie funktioniert. Und ist kostenlos. Fürs Android. Sie hat einen Bei-Knopfdruck-Sofort-Auslöser, einen 2-Sekunden-Timer, einen einstellbaren Timer und eine HDR-Funktion, was deutlich mehr ist als mein kleines Helferlein vorweisen kann (und mehr als ich brauche…). Aufpassen muss man nur bei der Einstellung, denn scheinbar ist ab Werk „Pentax“ eingestellt, weswegen ich auch beim ersten Installieren erst mal alles wieder runtergeschmissen habe bevor ich auf die Idee gekommen bin, in die Einstellungen zu tauchen. Ich bin scheinbar noch nicht so ganz und gar Smartphonekompatibel 😉

Ich bin sicher, dass es für unsere iPhone-Gemeinde ebensolche Apps gibt.

Kategorie Foto-Tipp

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.