Urlaubserinnerungen

Ich bin krank. Die ersten Anzeichen des Herbstes, eindeutig. Ich schniefe, huste, röchle und fühle mich ganz allgemein so ähnlich voller Schwung und Spannkraft wie der berühmte Schluck Wasser um die Kurve. Gestern war gar nichts möglich, da lag ich auf der Couch, war krank und tat mir selber ganz schrecklich leid, vor allem, weil das nur die erste in einer nicht enden wollenden Reihe von Erkältungen wird, die wahrscheinlich diesen Winter schon wieder auf mich wartet. Kaum zu glauben, dass ich früher fast nie krank war.

Nun, heute ist immer noch nicht viel Schwung da. Ich trinke heiße Brühe, baue Taschentuchberge und bearbeite ein wenig Fotos. Zum Glück habe ich noch einen ganzen Haufen Fotos, den ich beackern muss, denn Fotografieren mag ich heute beim besten Willen nicht, dazu bin ich noch zu wacklig auf den Beinen und mag nicht mit Lebensmitteln hantieren.

Statt dessen gucke ich Urlaubsfotos durch. Sehnsucht pur sind sie vielleicht nicht, aber es kommt wieder ein kleines Fernwehfeeling auf. Dabei ist die Woche in Frankreich noch nicht mal so lange her…

Ein Ärgernis gibt es: Während des Urlaubs habe ich dem Kind das Smartphone in die Hand gedrückt. Wir haben eine Höhle besucht, die leider mit so engen Gängen bestückt war, dass man sich hindurchquetschen musste, was dem Kind natürlich leichter fiel als uns Eltern. Der Knabe rannte also fröhlich voraus, das Smartphone knallte immer wieder gegen die ein oder andere Höhlenwänd und fiel schließlich ganz auf den Steinboden, nicht ohne über zwei steinerne (harte!) Absätze hinwegzupoltern. Zwar war dann für das protestierende Kind der Kameraspaß vorbei, für mich aber leider auch: Nach und nach hat das Gerät den Geist aufgegeben. Erst wollte sie nicht zoomen, dann ging die Objektivklappe nicht zu, dann wollte sie wieder zuklappen, dafür aber gar nicht mehr scharfstellen und jetzt ist sie endgültig hin. *grrrr*

So, und jetzt lege ich mich doch besser wieder röchelnd, hustend und schniefend hin, mein Kreislauf mag heute wieder nicht mitspielen.

Kategorie Fotografie

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

6 Kommentare

  1. Komme auch ziemlich frisch aus Frankreich zurück und liebe es auch in den Fotos zu stöbern. Ach je, Erkältung…dann werde schnell wieder fit, denn am Wochenende soll es ja wieder sommerlich werden!
    Liebe Grüße
    Nora

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