Das Bürger-Brötchen

Ich wohne in der Umgebung von Stuttgart und wie ich gerade eben gelesen habe, hinkt Stuttgart dem neuesten Trend kräftig hinterher: Statt sich, wie sonst alle Welt, schon für Streetfood zu begeistern, wird hier in der Gegend noch der Burger erforscht. Dann passt ja das heute Posting hervorragend dazu: Es geht nämlich um den Burger. Ich muss gestehen: Ich liebe Burger. Nicht die pappigen Dinger, die man beim bekannten goldenen M und beim königlichen Bürger bekommt, sondern selbstgeklöppelte. Mit echten, guten Sachen. Ich gehe jetzt nicht so weit und rühre mir in meiner Suppenküche noch den eigenen Ketchup zusammen, aber ich lege schon Wert darauf, dass ich weiß, was da so alles auf meinem Teller landet. Daher habe ich mich wieder einmal an Burger-Brötchen ausprobiert.

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Gut, manchmal, wenn ich Burger mache, dann ist es tatsächlich Fast-Food. Dann kaufe ich die Brötchen, die Pommes sind dann aus der TK-Abteilung und die Frikadelle brate ich schnell dazu. Manchmal aber wird der Burger zum Slowfood; nämlich dann, wenn ich das Brötchen selber backe und Pommes schnitze.Blöderweise kann ich keine Pommes, die habe ich hier, ich gestehe es, auch nur für das Foto gemacht. Eigentlich gab es Wedges aus dem Backofen dazu. Pommes kann ich nämlich eigentlich gar nicht, die werden immer labbrig. Weiß der Kuckuck, wieso das so ist.

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Ich habe jetzt mehrere Brötchen-Rezepte ausprobiert, eines davon enthielt sogar körnigen Frischkäse! Ich sage nichts weiter dazu, außer: Muss ich nicht mehr haben. Lieber ein ganz normales Milchbrötchen. Meist werden die aber auch nicht so saftig weich, wie man sie eigentlich gerne hätte. Woran das liegt? Ganz einfach am Muskelschmalz. Hefeteig will geknetet sein. Ein zweiter Grund ist die Gärzeit. Eine Stunde, ich sage es sofort, ist eindeutig zu wenig. Nehme ich jedenfalls an. Mein Burgerteig hat sage und schreibe drei Tage im Kühlschrank vor sich hingegärt. Einen Backgang habe ich nach der ersten Nacht eingelegt, den zweiten gestern, nach drei Tagen. Gestern war der Teig eindeutig besser: Fluffig, luftig und unglaublich saftig. Sagt mein Mann. Und da Annette nach dem Rezept gefragt hat, gibt es das hier und jetzt. 🙂

Saftig-weiche Burger-Brötchen

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Zutaten:

  • 500g Mehl
  • 240ml warme Milch
  • 60ml Öl
  • 1/4 Stk. frische Hefe oder 1 TL Trockenhefe
  • 1 Ei
  • 11/2  TL Salz*
  • 1 EL Zucker
  • Mehl für die Arbeitsfläche
  • Milch zum Bestreichen
  • nach Belieben: Sesam oder Mohn zum Streuen

Zubereitung:

Mehl, Milch, Öl, Hefe, Ei, Salz und Zucker mischen und miteinander zu einem glatten Teig verkneten. Wer keine Küchenmaschine hat, braucht hier Muskelschmalz, denn mind. 5 Minuten Kneten muss sein. Abdecken und mindestens über Nacht im Kühlschrank gehen lassen.

Den Teig aus dem Kühlschrank holen, noch einmal kurz durchwalken, damit die Luftlöcher verschwinden und in Brötchen formen. Meine waren knapp tennisballgroß. Abdecken und noch mal ca. 1 Stunde gehen lassen, bis die Brötchen aufgegangen sind und auf Zimmertemperatur sind. Ofen auf 180°C vorheizen. Das ist wichtig, denn Hefeteig braucht am Anfang Hitze. Die Brötchen mit Milch bestreichen und nach Belieben mit Sesam, Mohn o.ä. bestreuen und ca. 15 Minuten im Backofen backen bis sie goldgelb werden.

Achtung: Meine habe ich für die Fotos extra braun werden lassen, damit sie appetitlicher aussehen. So dunkel sollten sie aber nicht werden, sonst werden sie trocken 😉


* Ich bin mir nicht sicher, wie viel Salz und Zucker in den Teig müssen. Im Originalrezept waren je ein TL angegeben, was eindeutig zu wenig ist, die Brötchen werden sonst ausgesprochen fad. Ich habe hier Schätzwerte angegeben, da ich hinterher noch Zucker und Salz untergeknetet habe. Das muss man ein bisschen abwägen.

 

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