Winter-Sahne-Drink

Im Blog „What Ina loves“ wurde kürzlich nach dem liebsten Winter-Sahnedrink gefragt. Man kann was gewinnen. Gewinnen finder ich nicht immer und allgemein interessant, aber tolles Küchengerät, das meine alte Krücke von Handrührer perferkt ersetzen könnte…? Da kann man ja mal mitmachen.

Hm. Nun. Sahne. Ja, mag ich. Aber ich kann nicht sagen, dass ich einen Lieblings-Sahne-Winterdrink hätte. Das muss ich mir aus den Fingern saugen. Oder nicht? Nun, erst habe ich mir was aus den Fingern gesaugt. Mir schwebte ein Kakao-Kaffee-Mix mit indischen Gewürzen vor. Das wäre was. Ich liebe Chai-Masala-Mischungen, ich liebe Kaffee. Wie ich auf Kakao gekommen bin, weiß ich jetzt nicht so genau. Egal. Mit frischem Schwung bin ich ran an den Herd und habe meine einmalig leckere Chai-Masala-Mischung mit Kaffee und einem Hauch Kakao angerührt und mit Sahnehäubchen verziert. Ich zeig mal hier ein Foto:

unbenannt-9

Das Dumme ist nur: Das da kann ich beim besten Willen nicht als Lieblings-Winter-Sahne-Drink deklarieren. Das da war für den Ausguß. Also, es war wirklich abscheulich.

Weiter überlegt. Dann die Frage: Es muss doch nicht heiß sein? Nur etwas klassisch Winteriges, oder? Etwas, das man bevorzugt trinkt, wenn es draußen kalt ist und einem der Frost in die Nase beißt. In diesen Fällen, ich muss es zugeben, bin ich einem kleinen Sahnelikörchen nicht ganz abgeneigt. Das ist quasi die schlechte Angewohnheit für Omas: Likörchen trinken. Aber da ich mich sowieso dem mittleren Alter nähere, kann ich mich ja schon mal mit Angewohnheiten anfreunden, die ältere Leute so auszeichnet. (Böse Vorurteile?) Egal. Ich mags nun mal. Ab und zu. 🙂

Nur: Likörchen, die man so im Regal findet, sind meist eine widerlich süße Plürre. Selber machen schmeckt eindeutig besser. Man muss keine Riesenmengen machen, außerdem hat man den Zucker- und den Alkoholgehalt selbst in der Hand. Eierlikör habe ich letztes Jahr mal gemacht. Dieses Jahr durfte es dann mal ein selbstgemachter Baileys sein. Für einen Gewinn muss man sich ja auch ein bisschen anstrengen, gell?

unbenannt-19

Übrigens: Es ist alles drin, was ich mir am Anfang überlegt hatte: Kaffee, Kakao, Gewürze 🙂 Ich habe schon so lange kein Bailey’s mehr getrunken, dass ich nicht sicher bin, ob das Rezept hier dem Original nahe kommt oder nicht. Aber es schmeckt. Der einzige Wermutstropfen war meine schöne Lieblingstasse. So hübsch sie auch ist, aber auf Fotos macht sie sich einfach nicht gut. Sie ist unfotogen 🙁

„Bailey’s“ Irish Cream

  • 250ml Sahne
  • 4 El Ahornsirup (oder nach Geschmack)
  • 120ml frisch gebrühter Espresso
  • 120ml Whiskey (oder nach Geschmack)
  • 1 TL Vanille
  • 1 EL dunkler Kakao (bitte nicht Kaba oder so was, sondern der ganz dunkle, ungesüßte)
  • 1 TL Bittermandelaroma
  • 2 TL Gewürzmischung

Gewürzmischung

  • 250 ml Wasser
  • 1 Stück Süßholzwurzel (optional)
  • 1 Stange Zimt
  • 1 haselnussgroßes Stück frischer Ingwer
  • 1 Sternanis
  • 2-3 Kardamomkapseln

Zubereitung:

Zunächst einmal muss die Gewürzmischung vorbereitet werden: Die Kardamomkapseln werden mit einer Messerspitze zerdrückt, danach kommen die Zutaten für die Gewürzmischung in einen kleinen Top. Das Wasser zum Kochen bringen, 10 Minuten simmern lassen. Mindestens 1 Stunde ziehen lassen, besser über Nacht. Durch ein Sieb abseihen und in einem Glasfläschchen aufbewahren.

Für den Likör: Alle Zutaten mischen und kräftig mit dem Schneebesen durchrühren, bis eine glatte, gleichmäßige Flüssigkeit entsteht. Ein starker Mixer wäre hier natürlich noch besser 🙂

Mein Winterdrink:

1 große Tasse Espresso, ein guter Schuß Bailey’s und etwas Sahne drauf. Mit Zimtpulver bestreuen und genießen 🙂

unbenannt-25

Tipp: Die vegane Variante mit Kokossahne statt Kuhsahne schmeckt ebenfalls sehr gut…

 

Kategorie Foodfotografie, Rezepte

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

2 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.