Kokos-Panna-Cotta mit Varianten

So, ich bin wieder da. Der Urlaubsbericht steht noch aus – wobei: Drei Wochen nach dem Urlaub… interessiert das überhaupt noch? Im Prinzip ist das ja Schnee von gestern, jetzt ist Herbst, wir schauen in die Zukunft. (Hört ihr Lest ihr, wie die Faulheit aus mir spricht…?)

Aber bevor ich über unseren Urlaub schreibe, wollte ich noch kurz ein Rezept veröffentlichen, das wirklich lecker war. Ganz easy-peasy und richtig was für Feste, bei denen man nicht auf Kalorien und so einen Quatsch achten muss. Ich ertrinke zwar immer noch in Fotomassen, die gesichtet und bearbeitet werden müssen, weil ich letzte Woche durch einen eingeklemmten Nerv kaum etwas machen konnte, aber ich habe mein Food derart vermisst, dass ich in der Woche noch eine kleine Fotosession eingeschoben habe 🙂

Also, erst einmal kam die Panna-Cotta mit Kokosmilch. Hier in einer nicht-veganen Variante, wie ich es eigentlich machen wollte, aber ich hatte einfach überhaupt keine Lust, Agar-Agar und noch eine Dose Kokosmilch zu kaufen. Aber was solls, so war auch lecker 🙂

Panna-Cotta

  • 400ml Kokosmilch
  • 200ml Sahne
  • 1 Vanillestange, ausgekratzt
  • 1 Päckchen Gelatine
  • 3-4El Reissirup*

Gelatine mit kaltem Wasser ansetzen, ca. 10 Minuten stehen lassen. Kokosmilch mit der Sahne, dem Vanillemark und dem Reissirup aufkochen und vom Herd nehmen. Die Gelatine einrühren, in vorbereitete Schälchen füllen und etwas abkühlen lassen bevor ihr sie in den Kühlschrank stellt. Bei einer relativ naturbelassenen Kokosmilch ohne stabilisierende Zusatzstoffe (siehe Verpackung) kann es passieren, dass sich Sahne und Flüssigkeit trennen. Das sieht nicht allzu attraktiv aus, aber geschmacklich ist es interessant, da der Boden intensiver nach Kokos schmeckt als die oben schwimmende Creme, die ja mit Sahne verdünnt ist.

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Variante 1: Mit Balsamico-Feigen

Die Balsamico-Feigen haben mich erst zögern lassen, denn: Essig? Olivenöl? Feigen? Komische Kombination, die aber im Zusammenspiel ausgesprochen lecker ist. Und das, obwohl ich kein Feigenfan bin! Leider habe ich für dieses Rezept nur ungefähre Werte, da ich wieder nicht abgewogen habe, sondern einfach nur kräftig aus dem Handgelenk heraus geschüttet habe. Das Originalrezept (hier) enthält deutlich mehr Feigen und weniger Balsamico als ich verwendet habe.

  • 4-5 große Feigen, geachtelt
  • 2-3 EL (guten!) Balsamico
  • 2-3 EL (gutes, nicht zu kräftiges) Olivenöl
  • ein paar Zweige Thymian
  • 100ml roter Traubensaft
  • 1-2 EL Granatapfelmelasse (in gut sortierten türkischen Lebensmittelgeschäften erhältlich, schmeckt auch in Salatdressig sehr lecker und hält sich lange)

Roasted figs on baking tray, with balsamic vinegar, olive oil, and grape juice, close-up

Die Feigen auf einem Backblech verteilen und den Balsamico, den Traubensaft und das Olivenöl sowie die Thymian-Zweige großzügig darüber verteilen. Den Ofen auf 180°C stellen, vorheizen ist nicht nötig. Nach ca. 15-25 Minuten sind die Feigen weich, aber noch nicht matschig.** Aus dem Herd nehmen und nun die Granatapfelmelasse darüber gießen.

Abkühlen lassen und auf der erkalteten Panna-Cotta verteilen. (Tipp: Schmeckt auch fantastisch über Ziegenkäse)

Coconut-Panna-Cotta with balsamic-roasted figs

Variante 2: Mit Holunderbeerensirup

Holunderbeerensirup und Kokos-Panna-Cotta ist eine ausgesprochen köstliche Kombination. Das Rezept für den Holunderbeerensirup stammt von einer meiner Lieblingsseiten: Krautkopf. Statt des Ingwers habe ich aber 1 Stange Zimt mitgekocht. 

Coconut-Panna-Cotta with elderberry-syrup

Coconut-Panna-Cotta with elderberry-syrup and tiny sliced snack kiwi-fruits

Hier in der Variante mit Mini-Kiwi. War auch nett, aber die kleinen Kiwis sind nicht wirklich mein Fall.

Um das Ganze weihnachtlich zu gestalten (Warum? Ganz einfach: In den Agenturen ist die Saison fast schon vorbei und ich bin spät dran), habe ich noch ein paar Spekulatiuskrümel darüber gestreut und habe so mein Weihnachtsdessert gefunden – das mache ich nämlich garantiert noch mal für die liebe Familie 🙂

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*ca., ich habe nicht darauf geachtet, das zu messen. Reissirup ist übrigens nicht so süß wir Zucker, daher etwas weniger nehmen, wenn ihr Zucker verwendet – was ich übrigens empfehlen würde.

**hier aufpassen: Jeder Herd ist anders. Unserer ist 20 Jahre alt und die Unterhitze ist kaputt. Er heizt sehr langsam. Moderne Herde können viel schneller sein. Am besten nach 10 Minuten alle paar Minuten kontrollieren. Die Feigen müssen nicht komplett durchgeschmort werden, nur ein wenig weich sollten sie werden.

Kategorie Rezepte

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

4 Kommentare

  1. Die Bilder sind super schön und die Rezepte auch sehr sehr toll!! Darf ich Dich fragen woher Du die Teller von den letzten beiden Bilder hast? Ich finde die super schön. Ich glaube die würden eine sehr gute Kombination mit meinen Tellern machen (5. Bild von oben (Italia Mia) hier: http://www.arteviva.eu/im_internet_erhaeltlich.html ). 😉 Würde mich sehr über Deine Antwort freuen!
    Und weiter so, Dein Blog ist super! 🙂
    LG
    Sandy

    • Hallo Sandy,
      vielen Dank 🙂
      Ja, stimmt, deine Teller sind wirklich sehr hübsch.
      Eigentlich habe ich es nicht ganz so gern, wenn im Blog Werbung erscheint, aber ich lasse das jetzt einfach mal so stehen, da das produkt schließlich auch passt 🙂

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