Kinder am Arbeitsplatz – keine Sorge, das wird schon nicht langweilig…

Kinder und Arbeit ist ja auch so ein ewiges Thema, das in diversen Foren, sozialen Netzwerken und Zeitschriften dieser Welt bis zum Erbrechen plattgewalzt wird: Gehst du arbeiten und lässt deinen Nachwuchs im Kinderknast zurück, bist du eine miese Mutter, weil du dich nicht um deinen Nachwuchs kümmerst. Außerdem eine miese Hausfrau, weil dein Haushalt immer aussieht wie bei Hempels unterm Bett. Gehst du nicht arbeiten, bist du eine faule Sau, weil du zu Hause sitzt, Kaffeekränzchen machst und deine Kinder nicht sozialisierst. Dafür wirst du aber wahrscheinlich für deine nett gebügelten Tischtücher gelobt. Hat halt alles seine Vor- und Nachteile. Aber das Thema will ich hier überhaupt nicht auswalzen, das diente nur als Einstieg zum „Arbeitstag mit Kind am Arbeitsplatz“. Gestern war mein Arbeitsplatz das Bookafé. Zum zweiten Mal schon und wo ich beim ersten Termin Blut und Wasser geschwitzt habe, ob meinem Kunden die Fotos auch gefallen, war die Atmosphäre beim zweiten Mal höchst entspannt. Wie sollte es auch anders sein, ich war ja zum zweiten Mal da :-).Diesmal ging es um Eiscafé, Eiscrème und Espresso.

Da Sohnemann aber seine Verabredung nicht gebacken gekriegt hat und auch nicht alleine zu Hause bleiben wollte, während ich wahrscheinlich mit köstlichstem Käsekuchen gefüttert werden würde (you wish!), hat er beschlossen, mir zu assistieren (und Käsekuchen zu schnorren). Gut. Kind am Arbeitsplatz. Ja. Super. Kein Thema, kann mitkommen. Ist ja schon groß, der Knilch, außerdem hat Kundin ebenfalls Kind dabei. Die Truppe im Café kommt geschlossen aus Brasilien, da ist das Verhältnis zu Kindern (und 10-Minütiger Verspätung wegen Diskussion mit Kind) eh viel entspannter.

Wie erwartet, hat sich das Kind schon in den ersten zwei Minuten entsetzlich gelangweilt und ist abwechselnd auf dem Sessel herumgehüpft, hat nach Cola und Käsekuchen gebettelt, mir den Angstschweiß auf die Stirn getrieben, weil er mit Karacho den 1,5-Jährigen der Kundin auf dem Dreirad den Hügel nebenan heruntergeschoben hat oder mir am Stativ/der Kamera herumgespielt hat. Zwischendurch hat er geholfen, war aber sauer, dass nicht er als Fotograf gefragt war. Aber ein, zwei Bilder durfte er dann doch machen, bevor ich ihm die Kamera weggenommen habe und den Eiskaffee in Szene gesetzt habe. Gemein? Ja. Aber ich gebe zu bedenken, dass Eiskaffee bei der Hitze schnell schmilzt… (Apropos: Lecker Eiskaffee gibt es, wenn man 2 Kugeln Vanilleeis, einen doppelten Espresso und eine Handvoll Eiswürfel in den Mixer wirft und alles zu einem schönen Shake verarbeitet. Gestern habe ich nämlich genau hingeguckt).

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Wie man sehen kann, hat er mit der Tilt-Shift-Funktion gespielt…

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Für den Eiskaffee habe ich ein paar Versuche gebraucht und das hier ist nicht das endgültige Ergebnis. Ja, ich habe das Foto nicht mal gemacht, sondern wieder mein Assistent, der mal eben locker aus der Hüfte raus auf den Fernauslöser gedrückt hat, während er im Kühlschrank nach was Trinkbarem gesucht hat. Da hatte er sich auch schon benommen wie zu Hause.

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Danach hat er sich als Dekorateur betätigt:

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Das andere Kind hat eines der handfreien Fotos gephotobombt (kann man das so sagen?), was ultrasüß war. Darf ich hier natürlich nicht zeigen.

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Und ja, in der ganzen Zeit war das Café für Kunden geöffnet, die zwar neugierig geguckt haben, aber nicht weiter gestört haben. Die spezielle Kundin hier kenne ich, daher ist es okay, dass ich hier das Foto zeige 🙂

Im Großen und Ganzen war es ein lustiger Nachmittag mit netten Leuten, viel Spaß und lecker Eiskaffee. Das Eis durften sich der kleine C. und meiner dann nach der Fotosession teilen. 🙂 Nur… das Kind, das muss ich beim nächsten Mal dann nicht unbedingt dabei haben, es macht mich schon ein wenig kirre, wenn er ständig „Mama, guck mal / darf ich/ ich will / mir ist soooo langweilig…!“ ruft.

 

 

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