Blue-Island-Smoothie

Und wieder bin ich auf einen hippen Foodtrend reingefallen aufgesprungen: Spirulina. Spirulina ist eine Süßwasser-Blaualge, die so gesund ist – da haut euch aus den Socken. Also, so gesund, superfoodgesund, da ist alles drin. Ein Teelöffel Blaualge am Tag und ihr werdet nie krank, seid voll energiegeladen, werdet schöner, gesunder, schlanker, erfolgreicher… Jaja, die Versprechungen der Gesundheitsfanatiker unter den Foodbloggern. Fakt ist aber leider, dass keine nachgewiesene Hheilwirkung von der Spirulina ausgeht. Sie ist lediglich mit ein paar Vitaminen und Mineralstoffen vollgepacktes und ganz schön teures Nahrungsergänzungsmittel. Allerdings, so ganz ohne Wirkung ist dieses kleine Wundermittelchen der Gesundheitsgurus dann doch nicht, denn sie hemmt wohl z.B. die Freisetzung von Histamin im Körper. Das bedeutet: Man atmet ein kitzekleines wenig besser durch, wenn Heuschnupfensaison ist, weil die Nase dann nicht ganz so arg laufen soll. Ansonsten… nun, egal. Was mich gereizt hat, war die Farbe! Die Tatsache, dass man so auf völlig natürliche Art und Weise das Essen türkis färben kann. Den Nachteil, dass bei zu viel Blaualge das Essen auch ungenießar werden kann… wie man so schön sagt: No risk, no fun!

1. Versuch mit Blaualge: Schlumpf Latte

Der erste Versuch mit meiner Spirulina, die ich aus dem Reformhaus habe, war in Form eines „Schlumpf Latte“. Schlumpf Latte (ja, er wurde tatsächlich Smurf latte genannt) ist eine Erfindung der „Matcha Mylkbar“ in Down Under. Trendgetränk. In Blau! Wer könnte da widerstehen? Die Zubereitung ist ganz einfach: Man nehme ein kleines Stück Ingwer, reibt es ganz fein, kocht es mit etwas Kokosmilch/ Mandelmilch auf, gibt etwas Süße nach eigenem Gusto rein und dazu einen halben Teelöffel Algenpulver. Das Ganze wird aufgeschäumt und warm serviert.

Das pinkfarbene Getränk ist übrigens „Beetroot latte“, das statt mit Algen mit 1-2 EL Rote-Bete-Saft hergestellt wird. Was ich aber zugeben muss, ist, dass ich ein klein wenig mit der Bildbearbeitung und Lebensmittelfarbe geschummelt habe, da es einfach nicht so blau werden wollte wie ich es gerne gehabt hätte. Ich habe nach einigem Nachforschen dann herausgefunden, dass das Produkt, die das Getränk tatsächlich leuchtend blau gefärbt hätte, abartig teuer ist. Da lebe ich lieber mit grünlich-türkis. Für Experimente wäre mir das zu albern gewesen.

Geschmacklich war es nicht der Knaller. Wobei: An den Beetroot-latte könnte ich mich gewöhnen, der war erfrischend lecker. Ein Sommergetränk.

2. Versuch mit Blaualge: Blue Lagoon Smoothie

Aber so ganz aufgeben wollte ich nicht. Jetzt habe ich die Algen da und sie beim zweiten Experiment im Smoothie verarbeitet, den „Blue Lagoon Smoothie“. Tropische Sonne, Palmen, Sommer – das kann man doch bei unserem trüben Winterwetter ganz gut gebrauchen. So eine Art gesunder Superfood-Cocktail oder so. Ich bin mir allerdings nicht ganz sicher, was derzeit als „Superfood“ gehandelt wird, das ändert sich ja wöchentlich… jedenfalls ist mein Cocktail zuckerfrei und schmeckt trotzdem gut. Anders als bei meinen Smurf Latte kann ich hier die Nachahmung uneingeschränkt empfehlen!

Blue Lagoon Smoothie

(für 2 Gläser)

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+1 Dose Kokosmilch (ohne Carrageen)
+1 Banane
+1 Kiwi
+1/2 TL Spirulina
+1 Spritzer Zitrone

Alle Zutaten im Mixer oder mit dem Stabmixer gut zerkleinern. Dann genießen 🙂 Und richtig. Es ist kein Zucker drin, kein Süßungsmittel, die Banane reicht. Wer es verträgt kann statt der Kiwi auch Ananas nehmen, dann wird es noch tropischer.


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