Kerngesundes Brot

Ich bin bekennende Brotabstinenzlerin. Jawoll. Das bringt mir manchmal schiefe Blicke ein, meine Familie denkt, ich sei leicht bekloppt bis schwierig, aber man lässt mich größtenteils. Manchmal macht das Brotabstinenzlertum das Leben schwer. So zum Beispiel beim Frühstück. Gerade, wenn wir mal nicht zu Hause, sondern im Hotel sind, kann es vorkommen, dass ich ziemlich hungrig vom Hotelfrühstück aufstehe. Oder unbefriedigt. Die Eier sind meist steinhart und lauwarm, die Wurst ist Bäh und der billige hotelübliche Käse ohne Brot nicht wirklich ein Genuss. Ab und zu habe ich Glück und es liegen einsame Kiwis oder Bananen herum. Oder das Kind ist enttäuscht, weil es Brot gebacken hat (Hefezopf) und was macht Mutti? Probiert aus Prinzip nicht. Oder, doch, probieren ja. Schließlich a) bin ich kein Unmensch und b) habe ich keine Probleme mit Gluten. Warum ich fast komplett auf Getreideprodukte verzichte, könnte ich hier ewig lange schreiben, will ich aber nicht.

Nur manchmal kommt eben der Hunger auf ein schönes Butterbrot, weil die Beläge so lecker sind. Zm Beispiel der schöne Gemüsefrischkäse aus unserer heimischen Metzgerei. Oder weil ich beim sonntäglichen Egg-Benedict-Zubereiten nicht immer leer ausgehen möchte. Oder weil es einfach doof ist, wenn die Familie zu Weihnachten sich am Räucherlachs satt isst, aber nichts anderes da ist für mich. Zu diesen Gelegenheiten, zu denen ich tatsächlich mal wieder ganz gerne Brot essen würde, also ca. 1 Mal im Monat, mache ich mir eins. Zu Weihnachten gab es glutenfreies Toastbrot, jetzt gab es das ultragesunde Hipster-style-mäßige-paleo-keto-vegane Nussbrot ohne Gluten mit jeder Menge Nüssen, Körnern und Samen.

Und da ich euch das nicht vorenthalten will, gibt es jetzt hier das Rezept dafür:

Glutenfreies, veganes Nuss- und Samenbrot

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+ 100g Kürbissamen
+ 100g Sonnenblumensamen
+ 100gMandeln
+ 100g Walnüsse
+ 100g Leinsamen
+ 100g Sesamsamen
+ 2 TL Salz
+ 2 EL Chiasamen
+ 1 TL gemahlene Flohsamen
+ ca. 300ml Wasser
+ 3 EL Kokosöl
+ Rosinen oder Kakaonibs nach Belieben (optional)


Alle Zutaten gut miteinander mischen und ca. 1 Stunde stehen lassen. In der Zeit quellen die Chia-, Floh- und Leinsamen auf und bilden eine Masse, die die Nüsse und Samen bindet. Das Ganze sollte eine dicke, etwas glibberige Masse ergeben. Zu trocken darf es nicht sein, sonst fällt das Brot direkt auseinander. Notfalls noch ein bisschen Wasser hinzugeben, sollte es zu trocken sein oder mehr Chiasamen zufügen, falls es zu flüssig sein sollte. Das Brot in eine gefettete oder mit Backpapier ausgelegte Kastenform geben. Für Brötchen nehmt ihr einfach ein Muffinblech.

Ofen auf 180°C aufheizen. Das Brot in den Ofen geben und 60-70 Minuten backen. Aus dem Ofen nehmen und komplett abkühlen lassen – der Schritt ist sehr wichtig, denn sonst fältl das Brot sofort auseinander! Da kein Gluten vorhanden ist, der als Klebstoff fungiert, ist es ohnehin recht zerbrechlich, also geht besser mit einem guten Brotmesser daran 😉

Das Ganze hält sich bis zu 1 Woche im Kühlschrank oder lässt sich auch sehr gut scheibenweise einfrieren.

Kategorie Rezepte

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

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