Lecker Gemüsesuppe mit Röstpaprika

Gemüsesuppe gönne ich mir ab und zu. Eher selten, ich vertrage sie ohnehin meist nicht. Außerdem – Suppe ist ja keine echte Mahlzeit, oder? Aber manchmal… manchmal… möchte man das doch, da kommt der Hunger nach Soulfood auf, trotz Hitze und Sonne (bzw. heute nicht, heute regnet es, dann passt das wieder). Und genau hier ist die ganze Sache ein Spagat: Ich kann nur wenig und sehr ausgesuchtes Obst und Gemüse essen, wenn ich nicht direkt von meinem Körper eins auf die Löffel bekommen will. Auf der anderen Seite liebe ich Gemüsegerichte. 

Ich muss halt aufpassen, dass es nicht zu viel wird. Das klappt meistens so gut wie gar nicht, obwohl es tolle, bauchfreundliche Rezepte gibt, die ich in letzter Zeit ausprobiert habe, so zum Beispiel Saltimbocca mit Salat. Oder wie heute: Gemüsesuppe mit gerösteter Paprika. So was muss einfach manchmal sein. So lange ich mich heute auf den einen Teller beschränke (oh Mann, das ist schwierig!) geht es.*

Aber dann sind da die tollen Instagram-Bilder mit überquellenden Smoothie-Bowls, den tollsten Salaten, Gemüseplatten und Kuchen, Eis… wenn man das Tag für Tag sieht, weil man sich Inspirationen holen will, dann fällt einem die Abstinenz besonders schwer, finde ich. Irgendwann knickt man ein. Und daher habe ich trotz allem gestern ein Gemüsesüppchen zusammengerührt, bei dem ich mich sehr bemüht habe, das Ganze verträglich zu gestalten. Aber ich muss mich schon sehr zurückhalten, um es bei dem einen Teller zu belassen, wenn ich auch nur geahnt hätte, dass meine Eigenkreation derart zum „Ich-kann-nicht-aufhören-egal-wie-satt-ich-bin„-Syndrom führt, hätte ich die Finger davon gelassen. Was wiederum meinen Mann sehr unglücklich gemacht hätte.

Also, voilà, vegane Paprikasuppe von gerösteten Paprika mit indischen Gewürzen und Pesto, ganz ohne Zwiebeln und Knoblauch. Und ja, das schmeckt. Ganz echt, hätte ich jetzt auch nicht so gedacht! Das Pesto hatte ich nämlich eigentlich nur für Foto (von wegen Farbe und so) hineingegeben und dann gedacht, dass das evtl. nicht so gut zum indischen Touch passt. Aber doch, geht gut 🙂

Zutaten:

  • 4-5 rote Spitzpaprika (je nach Größe, ich hatte recht kleine)
  • 1 Dose Tomaten (am besten schon gewürfelt)
  • 4 EL Olivenöl
  • 1L Gemüsebrühe (entweder selbst machen oder auf verträgliche Inhaltsstoffe achten)
  • 1/2 Tasse Reis
  • 1TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Asafoetida
  • 2 TL Paprikapulver
  • 1 TL Garam Masala
  • Salz, Pfeffer
  • 1/2 TL Zucker
  • 1 Handvoll Walnüsse (optional)
  • Pul Biber (optional, wer auf ein wenig mehr Schärfe steht)

Zubereitung

Ofen auf 200°C vorheizen. Paprika putzen, entkernen, halbieren und mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen. Ca. 20 Minuten rösten. Paprika aus dem Ofen nehmen, mit Frischhaltefolie bedecken und ein paar Minuten schwitzen lassen. Danach löst sich die Haut wie von selbst.

In der Zwischenzeit das Öl ein einem Topf erhitzen und die Gewürze hinzufügen. Kurz rösten lassen, so lange bis es duftet, dann einen Teil der Dosentomaten hinzufügen und so lange köcheln lassen bis sich das Öl von der Tomatenmasse trennt. Mit 1 Tasse der Gemüsebrühe ablöschen, die geschälten Paprika, den Reis, die restliche Gemüsebrühe und die restlichen Tomaten aus der Dose hinzugeben, 20-30 Minuten köcheln lassen bis der Reis weich ist. Mit dem Pürierstab zu einer sämigen Suppe verarbeiten, mit Salz, Pfeffer und dem Zucker abschmecken. Wer mag, kann vorher eine Handvoll Walnüsse hinzufügen. Man kann sie auch einfach weglassen.

Zum Servieren auf einen Teller geben und mit 1 TL Pesto und evtl. ein paar gerösteten Walnüssen und Parmesanspänen anrichten.

Tipp: Am nächsten Tag ist sie noch besser!

Fodmap-freundliches Pestorezept

  • 50g Basilikum
  • 50g Pinienkerne
  • 50g geriebener Parmesan
  • Olivenöl
  • Salz, Pfeffer

Alles miteinander pürieren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. wer den Hauch Knoblauch vermisst (wie ich z.B.), kann auch einen Teil Knoblauchöl verwenden. (Rezept dafür folgt)

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*Ich halte mich bei den Mengenangaben an die Empfehlungen der Monash-University, damit fahre ich ganz gut, auch wenn es beim Thema Fructose hin und wieder zu viel ist.

Kategorie Allgemein, Rezepte

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

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