Besuch beim Zurheide-Gourmet-Festival

Am Wochenende gab es für mich mal ein echtes Luxus-Wochenende: Ich habe mir einen frühen Zug geschnappt, bin in die alte Heimat nach Düsseldorf gefahren und habe es mir rundum gut gehen lassen. Meinen Bruder samt Freundin sowie Tantchen samt Lebensgefährten habe ich getroffen, essbares Sushi gegessen, (was hier im Süden ja nicht leicht zu kriegen ist, das musste ich ausnutzen), und musste mich weder um Mann, Kind oder Hunde kümmern. Ich konnte früh ins Bett gehen ohne stundenlang bis in den späten Abend das Kind zu ermahnen, unter die Dusche zu flitzen und Zähne zu putzen oder die Hunde noch um die Ecke zu führen. 

Am Sonntag morgen habe ich mich in Schale geschmissen, mir meine Begleitung geschnappt und wir sind zum Zurheide Gourmet Festival gefahren. Warum? Nun, meine Kundin hatte mir eine Presseeinladung verschafft  und die Gelegenheit, sich mal live, in echt und in Farbe kennenzulernen wollte ich mir nicht entgehen lassen. Es war auch wirklich ein ausgesprochen nettes Kennenlernen. Es ist ja schließlich immer sehr schön, jemanden mal im Real Life zu treffen.

Fototermin auf der Rolltreppe mit allen Köchen. Ich bin einfach zu kurz geraten und konnte mich nicht mehr so richtig zwischen die größeren (männlichen) Fotografen drängeln, die den kompletten Fotoplatz eingenommen haben. Daher der blöde Arm.

Hier sieht man die Köchin Lea Linster. Meine Oma war ein Fan von ihr.

Die Pressesache war auch ideal: Der Einlass war schon ab 11 Uhr und man konnte sich in aller Ruhe die ganzen Stände erklären lassen, gucken und ein paar Fotos machen. Ich bin ja heilfroh, keine professionelle Eventfotografin zu sein, das Licht hätte mich hier total kirre gemacht. So aber konnte ich entspannt ein paar Bilder knipsen. Nach dem Presserundgang gab es ein Gruppenfoto mit Köchen, danach wurde die Party eröffnet. Lokalprominenz war wohl auch dabei, die kannte ich allerdings alle nicht.

Prominenz. Nicht fragen. Ich weiß nicht, wer das ist.

Die Veranstaltung, die in einem normalen Supermarkt stattfand — allerdings einen, der wohl sehr bekannt ist für seine Feinkost — hatte ihren Namen nicht zu Unrecht, denn es gab wirklich Gourmet-Küche vom Feinsten, oft auch mit Stern. Wobei: Das ist nicht meine Welt. Prominenz, Glamour, Sterneküche, Bussi rechts und links, ChiChi, Schäumchen und künstlerisch dekorierte Häufchen und Türmchen… danke, ein Mal ist das ganz interessant, aber ständig müsste ich das nicht haben. (Mit ein Grund, wieso ich immer noch sehr froh über meine damalige Entscheidung bin, mich sehr schnell wieder aus der Galerieszene zu verabschieden)

Kirschennachtisch mit Schokolade, Mousse und Deko.

Käsehäppchen

Hier Sarah Henke am Spirit of Spice-Stand, die mit der gebeizten Forelle, die ich gerade erwähnt hatte. 🙂

Aber gut, fein essen weiß ich zu schätzen. Und da sind wir ja durch und durch auf unsere Kosten gekommen. Kleine Häppchen hier, kleine Häppchen da, mein Favorit war die gebeizte Fjordforelle mit Ingwer, zubereitet von Sarah Henke. Der süße Kram war komplett nicht mein Fall, wobei meine Begleitung den Fehler gemacht hat, beim Rote-Bete-Eis mit Meerettich-Schaum zuzugreifen. Da war der Drang nach Originalität dann wohl etwas zu stark. Und um das Ganze abzurunden gab es Champagner… Ein bisschen zu viel vielleicht *hicks*…

Rote Bete Salat

High Heels Kekse

Bayerische Garnele Himbeere im wirklich grauenhaften Licht.

Hier mein Favorit: Fjordforelle mit Ingwer

Krautsalat, auch sehr lecker 🙂

Als Fazit kann ich ziehen, dass ich mir ein rundum gelungenes Wochenende gönnen durfte. Der Wermutstropfen war am Ende die um 10 Minuten verspätete Bahn, die dann dazu geführt hat, dass ich mit über zwei Stunden Verspätung nach Hause gekommen bin. Aber das war eigentlich auch nicht so schlimm.

 

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Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

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