Muss sein!…?

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Ich frage mich, ob das sein muss? Die ganze Sache mit Instagram. Vielleicht liegt es am Alter, aber mich nerven die sozialen Medien so unendlich. Es ist ein totales Zeitverschwendungs-Ding, das zusätzlich dazu führt, dass man sich unkreativ, langweilig, belanglos und banal vorkommt und gleichzeitig stundenlang sinnlos vor irgendwelchen Monitoren hängt. Es gibt ja so tolle Fotos. Riesige Insta-Accounts. Und ja, ich gebe zu, ich bin etwas neidisch, wenn ich manche Follower-Zahlen sehe. Dann der Gedanke: “Mann, sind die Fotos echt so mies, dass die keiner sehen will?” Ich mache mir dann immer wieder klar, dass ich weder eine Social-Media-Strategie habe (höhö, Strategie… ich! Ausgerechnet) noch willens bin, mich mehrere Stunden in der Woche mit Postings, neuen Insta-Bildern, Auswertungen, Statistiken, Planungen und pipapo auseinanderzusetzen. Gleiches gilt für Facebook. Ich habe auch keine Lust mehr, mich stundenlang vor mein Smartphone zu setzen, um andere Bilder zu begaffen. Etwas, klar, immer. Wer guckt nicht gerne schöne Bilder. Aber dauernd? Das führt nur zu Unzulänglichkeits-Gefühlen. Bei mir zumindest.

Es nervt mich. Aber auf der anderen Seite frage ich mich, ob es nicht auch wichtig ist? Sichtbarkeit zeigen, Marketing, sich-selber-verkaufen (gräßliches Wort, gräßliche Tätigkeit. Es gibt Leute, die es lieben, aber das sind auch nicht immer die Leute, … aber lassen wir das.) Blöderweise ist es wichtig. Nur mache ich es nicht gerne. Und das merkt man auch…

Und was ist mit der Kreativität, Inspiration? Andere Bilder gucken, Input holen, neue Ideen. Auch hier gilt: Auf die Dosis kommt es an. Ein bisschen – ja, klar. Das klappt super. Zu viele? Das lähmt. Zumal auf den Social-Media-Kanälen oft recht gleichartige Bilder zu finden sind. Klasse gemacht, sehr professionell, aber irgendwann, wenn man zu viele davon angeschaut hat, sehen die alle gleich aus. Auch meine übrigens. Dann hat man nur noch eine endlose Suppe aus ähnlichen Fotos, aus der ab und zu mal das ein oder andere heraussticht. So viel Inspiration gibt das nicht her.

Daher habe ich jetzt kurz nach Silvester Insta von meinem Handy heruntergeworfen. Weg. Gelöscht. Nein, der Account besteht noch, natürlich. Ich mache nur… wie nennt man das gleich so schön… etwas Social-Media-Detox bis ich mich sortiert habe. Bis dahin: Nix Neues von mir auf Insta.

Verfolgen Augenblicke-Fotografie:

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

2 Antworten

  1. Canan
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    Liebe Susan,
    das kann ich sehr gut nachvollziehen. Es geht mir häufig genauso und auch ich mache den “Zirkus” nicht mit. Ich poste selten, nehme dafür in Kauf, dass ich kaum Follower habe, aber das ist okay. Ich lege auch keinen Wert auf Likes und dergleichen. Dennoch finde ich Instagram für mich als Inspirationsquelle ab und an ganz gut. Da ich keine Pinterest-Nutzerin bin, finde ich auf Insta viele Bilder, die mir in verschiedensten Bereichen weiterhelfen.
    Arbeitstechnisch finde ich die Möglichkeit, aktuelle Werke zeigen zu können, ganz angenehm. Über die Website ist das viel aufwändiger und erreicht vermutlich noch weniger Aufmerksamkeit. Aber ich bin auch absolut dafür, Instagram und Social Media insgesamt nicht überzubewerten. Das wahre Leben findet woanders statt. 😉

    • Augenblicke-Fotografie
      | Antworten

      Liebe Canan, ich werde ja auch zu Insta zurückkehren, es ist eigentlich ganz schön und, wie du schriebst, eine gute Möglichkeit, aktuelle Werke zu zeigen. Aber ich habe eben auch für mich gemerkt, was für ein irrsinniger Zeitfresser das ist. ich weiß noch nicht so recht, wie ich damit umgehen soll. Ich brauche einfach noch mehr Pause 🙂

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