Çılbır: unbeschreiblich leckeres türkisches Frühstück

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Nein, es ist keine Übertreibung: Es ist wirklich unbeschreiblich lecker. Pochierte Eier in Joghurt mit Scharf? Aber bitte, gerne! Ich kann kaum glauben, dass ich das bisher noch nie gemacht habe. Beziehungsweise habe ich es sehr wohl schon mal gemacht, aber das muss irgendwie daneben gegangen sein, denn ich kann mich daran erinnern, dass mir die Kombi Ei-Joghurt damals überhaupt nicht geschmeckt hat. Mir sind nur die letzten Tage in meinem Insta-Stream mehrere Çılbır-Fotos über den Weg gelaufen, so dass ich dachte, dass ich dem Ganzen noch eine Chance gebe.

Ich bin immer auf der Suche nach leckeren Frühstücks-Ideen. Frühstück ist schwierig. Normales Brot / Brötchen / Frühstücksflocken / Müsli kann ich aus Gründen ja nicht essen (Könnte vermutlich schon, aber ich bin kein Masochist, daher lasse ich es besser). Glutenfreies Brot ist auch nicht so der Knaller, esse ich daher auch eher selten. Süßes Frühstück? Och, lass mal, mag ich nicht. Ist doch kein echtes Frühstück? Wie soll man denn den Tag richtig starten, wenn man das Gefühl hat, ein Dessert zu essen? Wie gesagt: Es ist nicht einfach, daher bin ich immer glücklich, wenn ich ein Rezept finde, auf das ich zurückgreifen kann.

Wie gesagt: Sensationell lecker, die Kombi aus wachsweichem Ei, samtig-saurem Joghurt, scharfer Sauce, knackigem Frühlingszwiebelgrün (nicht ganz traditionell, aber ich mag Dill nicht besonders), gerösteten Mandelblättchen und ein paar frischen Pistazien. Ich kann nur empfehlen, das mal auszuprobieren. Es ist das ideale Sonntagsfrühstück.

Çılbır

Portionen 1 Portion

Zutaten
  

  • 2 Eier
  • 250 g türkischer Joghurt
  • 2 EL Butter
  • 1 TL Paprikapulver
  • 1 TL Pul Biber
  • 1 EL Knoblauchöl
  • 2 EL Essig
  • 2 EL Frühlingszwiebelgrün
  • 1 El geröstete Mandelblättchen

Anleitungen
 

  • Für uns Fructose-Unverträglichen ist Knoblauch ein Problem. Ich liebe Knofi heiß und innig, sollte ihn aber nicht essen, da er Probleme macht. Die Lösung ist, Knoblauchöl herzustellen, da die Oligofructose im Knoblauch nur wasser- aber nicht fettlöslich ist. (Gilt übrigens auch für Zwiebeln). Für das Knoblauchöl schäle ich eine unbestimmte Menge Knoblauchzehen (5-6 Stück) und frittiere sie ca. 10 Minuten ganz, ganz langsam in ca. 150 ml Olivenöl. Vorsicht: Der Knoblauch sollte nicht braun werden, da er sonst bitter wird. Von dem Öl nehme ich einen EL ab und fülle das restliche Öl in ein Gefäß. Das Öl kann man ca. 1 Woche im Kühlschrank aufbewahren.
  • Aber nun zum Çılbır: 1 El Olivenöl und 2 EL Butter in einer Pfanne erhitzen, das Paprikapulver und den Pul Biber hinzufügen und ca. 1 Minute bei niedriger Temperatur brutzeln lassen. Gleichzeitig in einem Topf Wasser erhitzen. Der Topf sollte recht groß sein und zu 1/3 gefüllt werden.
  • Die Paprikabutter zum Abkühlen zur Seite stellen. Das Wasser im Topf zum Kochen, aber nicht zum Brodeln bringen. Zwei EL Essig hinzufügen. Das Ei vorsichtig in eine Tasse geben. Das Wasser kräftig umrühren, warten, bis es sich wieder etwas beruhigt und das Ei genau in die Mitte platzieren.
  • Hoffen, dass es mit dem pochierten Ei klappt. Bei mir klappt es nicht immer, ich muss erst immer wieder den "Dreh" rauskriegen. Jedenfalls das Ei ca. 4 Minuten im heißen, aber nicht kochenden Wasser ziehen lassen, herausnehmen, mit dem zweiten Ei genauso verfahren. Es schmeckt übrigens genauso gut, wenn das Ei nicht perfekt geworden ist. 😉
  • Joghurt in eine Schale füllen, die pochierten Eier auf den Joghurt setzen, mit Paprikabutter übergießen. Traditionell wird das Ganze mit Dill serviert, den mag ich aber nicht so besonders, so dass ich meist keinen im Haus habe. Mit fein geschnittenem Frühlingszwiebelgrün schmeckt es aber auch fantastisch, daher empfehle ich als Ersatz die Frühlingszwiebel zu nehmen.
  • Mit gerösteten Mandelblättchen und Pistazien garnieren, mit Brot servieren.
  • afiyet olsun! - Guten Appetit!

Verfolgen Augenblicke-Fotografie:

Ich bin ausgebildete Verlagskauffrau, promovierte Kunsthistorikerin und inzwischen als Food- und Landschaftsfotografin bei mehreren internationalen Agenturen tätig. Ich habe mich der Fotografie gewidmet, weil kreatives Arbeiten unglaublich wichtig für mich ist und ich keinen Job ertragen könnte, bei dem ich von acht bis fünf am Schreibtisch sitze.

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