Trüffelbutter, hausgemacht und mit echten Zutaten

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Trüffelbutter ist so ziemlich das Einfachste, was man mit Trüffeln machen kann, ganz ohne Geschmacksverstärker oder Trüffelöl.

Der Mann hatte letzte Woche Geburtstag. Nach einiger Überlegung, was man ihm denn schenken könnte, fiel mir ein, dass er Trüffel irrsinnig gerne mag. Die sind ja teuer, daher was Besonderes und daher Geburtstagsgeschenktauglich. Gedacht-getan. Ich habe Trüffel bestellt. Das war deswegen notwendig, weil es hier auf dem Dorf kein Trüffelgeschäft gibt. Nicht mal ein Delikatessenladen. Streng genommen hat man hier schon Schwierigkeiten, ein Café zu finden, wenn man nicht gerade die gruselige Plörre in der Bäckerei trinken möchte oder sich in unsere sehr ungemütliche Eisdiele setzen möchte, die nicht so recht weiß, ob sie lieber Hot-Dog-Stand, Disco, Waffelhütte oder doch eine Eisdiele sein möchte. Das “richtige” Café hingegen hat nachmittags geschlossen.

Aber ich schweife ab. Bestellen ging jedenfalls schneller und war günstiger als wenn ich in die nächste Stadt gefahren wäre.

Der Bestellzeitpunkt war etwas kritisch, ich möchte ja frische Ware haben und punktgenau den Geburtstag zu treffen war ein kleines Glücksspiel. Ich hatte dem Mann schon angekündigt, dass sein Geschenk vermutlich einen Tag später kommen würde. Er bemerkte daraufhin etwas hämisch, dass ich wohl seinen Geburtstag vergessen habe. Ne, habe ich nicht. Und ne, die Trüffel kamen auch nicht zu spät.

Der Plan war ja, im familiären Kreis die Delikatesse zu genießen.

Es hat sich nach Öffnen der Schachtel herausgestellt, dass er alleine fürs Genießen zuständig sein würde. Der Geruch. Ich sag euch, der Geruch! Mich hat es geschüttelt, den Sohn hat es geschüttelt, der Mann war hellauf begeistert. Immerhin einer. Die zweite Begeisterte zwei Tage später war die Schwägerin. Zum Glück, sonst hätten wir es nicht geschafft, die komplette Lieferung zu verarbeiten: Der Sohn und ich haben probiert, dankend abgelehnt und lieber was anderes gegessen. Aber nach drei Tagen Trüffelpasta (leider ohne Foto, exzellentes, schlichtes Rezept, sehr zu empfehlen) wurde es nämlich auch dem Mann zu viel.

Einmachglas mit hausgemachter Trüffelbutter gefüllt

Um den letzten Rest nicht schlecht werden zu lassen, habe ich kurzerhand Trüffelbutter gemacht. Und das ist wirklich so einfach, dass es schon fast keines Rezepts bedarf. Egal, ich schreibe es euch trotzdem auf.

Feine Trüffelbutter

Feine selbstgemachte Trüffelbutter mit echten Trüffeln
Portionen 1 Portion
Vorbereitungszeit 5 Min.
Zubereitungszeit 5 Min.

Equipment

  • 1 Schüssel
  • 1 Handrührer oder Schneebesen
  • 1 sauberes Gefäß, um die Butter aufzubewahren

Zutaten

  • 1 Päckchen Butter
  • 25 g frische schwarze Trüffel
  • 1 TL Salz (optional)
  • 3-4 EL Olivenöl

Anleitungen

  • Die Trüffel raspeln.
  • Die Butter auf Zimmertemperatur bringen oder weich werden lassen. In eine Schüssel füllen.
  • Die Butter mit dem Olivenöl, den Trüffelraspeln und dem Salz mit einem Handmixer oder Schneebesen aufschäumen bis alles gut gemischt ist.
  • In ein sauberes Gefäß füllen. Die Trüffelbutter hält sich ein paar Tage lang im Kühlschrank.

Notizen

Tipp: Wenn es zu viel ist, einfach die Butter in Eiswürfelbehälter füllen und einfrieren. Dann hält sie mehrere Monate und man hat immer etwas Trüffelbutter da, die man zu verschiedenen Gerichten geben kann. 
Gericht: Appetizer
Keyword: Brotaufstrich, Butter, Foodfotografie, selbstgemacht, Trüffel, Trüffelbutter
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